Kostenbewusst scheiden lassen: AnwĂ€ltin verrĂ€t, wie Paare sich mit Blick auf ihre Finanzen schonend scheiden können â und jeder sein Recht bekommt
07.04.2025 - 13:40:00Wer sich einvernehmlich trennt und bereits im Vorfeld klare Regelungen trifft, kann die Scheidungskosten erheblich senken. Streit vor Gericht ist meist der teuerste Fehler, den Paare machen, denn im Vergleich zu einer auĂergerichtlichen Regelung können sich die Anwalts- und auch die Gerichtskosten leicht verdoppeln. Nachfolgend lesen Sie, welche rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten es gibt, um eine Scheidung so kostenschonend wie möglich zu gestalten und welche Fehler Paare vermeiden sollten.
Mentoring statt teurer Fehler
Eine Scheidung ist immer auch eine finanzielle Herausforderung â sowohl fĂŒr Paare mit hohem, als auch fĂŒr solche mit geringem Vermögen. UnabhĂ€ngig von der Ausgangslage haben sie daher alle ein gemeinsames Ziel: Die Kosten so gering wie möglich zu halten. Trotzdem gilt, dass Paare keinesfalls nur auf die Kosten achten sollten, da Einsparungen an der falschen Stelle teure Fehler nach sich ziehen können.
Im ersten Schritt sollte jeder Ehepartner fĂŒr sich auf jeden Fall eine Erstberatung bei einem Fachanwalt fĂŒr Familienrecht in Anspruch nehmen. Denn: Expertenwissen zahlt sich aufgrund der KomplexitĂ€t des Familienrechts von Beginn an aus und ist daher eine notwendige Investition. Die Kosten liegen bei 190 Euro plus Mehrwertsteuer. Da die eigene Scheidung fĂŒr die meisten Menschen ihre erste ist und sie ĂŒberdies in einem einzigen Verfahren ihre gesamte bisherige Lebensleistung mit dem anderen Partner auseinander dividieren mĂŒssen, sollten sie Fehl- oder SchnellschĂŒsse unbedingt vermeiden. Es lohnt sich deshalb, neben der Vertretung durch einen Fachanwalt, fĂŒr den wirtschaftlich schwĂ€cheren Ehepartner in der Regel auch die Investition in eine professionelle Strategieberatung durch ein strukturiertes Mentoring, das sich mit den eigenen Rechten und deren klugen und kostengĂŒnstigen Durchsetzung beschĂ€ftigt.
Ohne rechtliche Vorkenntnisse kann es schwer sein, alle wichtigen Punkte im Blick zu behalten. Besonders hilfreich ist ein klarer âSchlachtplanâ, der Betroffene durch den gesamten Trennungsprozess begleitet, sodass sie von Anfang an sinnvolle Entscheidungen treffen und rechtliche Fallstricke umgehen können. Denn die Aufgabe des eigenen Anwaltes ist es gerade nicht, das persönliche Leben neu zu gestalten und Paare dabei zu beraten und zu begleiten. Seine Aufgabe ist ausschlieĂlich die rechtliche Durchsetzung von eigenen AnsprĂŒchen. Welche AnsprĂŒche genau anlĂ€sslich der Trennung verfolgt und gegebenenfalls gerichtlich durchgesetzt werden sollen, muss jeder Ehegatte im Vorfeld ĂŒberlegen, was oft zu einer Ăberforderung und damit sehr schnell zu einem Verzicht auf mögliche AnsprĂŒche fĂŒhrt.
Gute Anwaltsarbeit kostet Geld
"Ohne Schuss kein Jus" ist ein sehr alter, aber immer noch gĂŒltiger Spruch, der auch ernst genommen werden sollte. Immerhin geht es um das in der Ehe erwirtschaftete Gut und dessen faire Verteilung. Doch die Investition in eine exzellente anwaltliche Beratung und Vertretung lohnt sich immer. Gesetzliche Anwalts- und Gerichtskosten, die nach dem RechtsanwaltsvergĂŒtungsgesetz (RVG) berechnet werden, richten sich nach dem Wert des Verfahrensgegenstandes und betragen nur einen Bruchteil des Vermögenswertes, um die gestritten wird. Sie sind somit nicht nur eine notwendige, sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Investition.
VerlĂ€uft die Scheidung konstruktiv und einvernehmlich, können sich Paare, in Abweichung zur gesetzlichen Regelung, sĂ€mtliche Kosten teilen â wenn sie eine wichtige Regel beachten: Im Kontext von Trennung und Scheidung darf ein Anwalt immer nur einen Ehepartner und nie beide vertreten, sonst macht er sich strafbar. Ist der beauftragende Partner damit einverstanden, dass gemeinsame GesprĂ€che zu dritt gefĂŒhrt werden, kann so eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden. Hier sollte allerdings eine verbindliche Kostenvereinbarung im Vorfeld getroffen werden, um eine einseitige Vorfinanzierung des beauftragenden Ehepartners zu vermeiden. Voraussetzung fĂŒr eine solche Herangehensweise ist stets, dass der wirtschaftlich SchwĂ€chere den Anwalt beauftragt. AuĂerdem sollten die Eheleute offen und konstruktiv sowie auf Augenhöhe kommunizieren. Auf diesem Wege verhindern sie ein unnötiges "Gegeneinander" ĂŒber zwei kontradiktorisch beauftragte AnwĂ€lte. Diese Lösung funktioniert am Ende nur, wenn beide Parteien kooperativ und lösungsorientiert agieren. Ist das nicht der Fall, sollten sich beide Partner frĂŒhzeitig eigene AnwĂ€lte suchen, diese aber explizit beauftragen, die Angelegenheit einvernehmlich und auĂergerichtlich zu klĂ€ren, um Streit zu vermeiden.
ZusÀtzliche Möglichkeiten zur Kostensenkung
Ferner sollten Betroffene wissen, dass nicht jeder Anwalt "umâs Eck" die beste Anlaufstelle ist. Zwar kostet die Erstberatung und auch die Vertretung nach der RechtsanwaltsgebĂŒhrenordnung bundesweit gleich viel. Doch am Ende gilt: Expertenwissen zahlt sich von Anfang an aus. Es bringt demnach wenig, zu einem allgemeinen Anwalt zu gehen, selbst wenn dieser empfohlen wurde. Auf Familienrecht spezialisierte AnwĂ€lte, Ă€hnlich FachĂ€rzten, bringen ganz einfach eine ungleich höhere Expertise mit, wodurch unnötiger Streit vermieden wird. Das minimiert Kosten und bringt auch bessere Ergebnisse mit sich.
Kinderspezifische Themen sollten Paare auĂerdem nach Möglichkeit auslagern â öffentliche Beratungsstellen oder niedergelassene Mediatoren bieten hierfĂŒr oft kostengĂŒnstigere Wege zur Erzielung von Lösungen an. Viele AnwĂ€lte begrĂŒĂen es auch, wenn sie sich auf die finanziellen Themen konzentrieren können und fĂŒr die Paare bedeutet es eine erhebliche Möglichkeit der Kostenersparnis.
Ein Gesamtpaket schnĂŒren
Die strategisch und kostengĂŒnstig klĂŒgste Vorgehensweise ist das Verhandeln eines Gesamtpaketes von Anfang an. Zum einen lĂ€sst es sich so am einfachsten verhandeln, zum anderen sind Anwalt- und Gerichtskosten progressiv, sodass die Kosten im VerhĂ€ltnis zum Wert des Verhandlungpaketes am geringsten sind. Eine solche Vorgehensweise verlangt jedoch, am besten noch vor der Trennung, eine strategische Beratung ĂŒber die persönliche Lebenssituation und die rechtlichen Implikationen. Dies bietet in der Form deutschlandweit einzigartig nur das Scheidungsmentoring der RechtsanwĂ€ltin, in dem sich ausschlieĂlich Frauen sowohl mit der strategischen Vorgehensweise, den rechtlichen Grundlagen und der Verbesserung der persönlichen VerhandlungsfĂ€higkeit beschĂ€ftigen. Aufbauend auf oder begleitend zu diesem Training kann dann die anwaltliche Beratung wesentlich kostengĂŒnstiger, effizienter und ohne strategische Fehlentscheidungen erfolgen. Eine derartige Vorgehensweise ist im Grunde genommen Goldstandard fĂŒr den wirtschaftlich benachteiligten Ehepartner â der in der Regel die Ehefrau ist.
Ăber Martina Ammon:
Martina Ammon ist FachanwĂ€ltin fĂŒr Familienrecht mit ĂŒber 25 Jahren Erfahrung und hat mehr als 3.500 Familien durch Trennungen begleitet. Als Scheidungsmentorin unterstĂŒtzt sie Frauen bei einer friedlichen Trennung und hat bereits ĂŒber 500 Frauen geholfen, den Scheidungsprozess selbstbewusst zu meistern. Mehr Infos unter: https://martinaammon.de
Pressekontakt:
Ruben SchÀfer
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