ADAC testet Rauchwarnmelder: Ein Modell fÀllt im Schwelbrand-Test durch
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 00:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSTestsieger mit der Note 1,7 ist das Modell von FireAngel (FA6120-INT) fĂŒr rund 16 Euro. Das GerĂ€t ĂŒberzeugte insbesondere mit seiner zuverlĂ€ssigen Warnfunktion, einer hohen Robustheit gegen Fehlalarme und gut hörbaren Warntönen. Einziger Kritikpunkt beim Testsieger ist die im Betrieb blinkende LED, die insbesondere im Schlafzimmer stören könnte. Dass guter Schutz nicht teuer sein muss, zeigt der Logilink SC0016. Mit einem Preis von knapp 9 Euro ist er das gĂŒnstigste GerĂ€t im Test und erreicht dennoch die Gesamtnote 2,3 ("gut"). Insgesamt schneiden zehn der zwölf Rauchwarnmelder mit "gut" ab, ein weiteres Modell erhĂ€lt die Note "befriedigend".
Wegen seines Ergebnisses beim PrĂŒfbrand TF2 wurde der Pyrexx XSD100 V3-Q nach dem Bewertungsschema auf "mangelhaft" abgewertet: Keines der sechs im Beisein eines unabhĂ€ngigen SachverstĂ€ndigen geprĂŒften Exemplare gab bei diesem PrĂŒfbrand eine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. Der PrĂŒfbrand TF2 simuliert nach DIN EN 14604 einen langsam entstehenden Schwelbrand von Holz, bei dem durch thermische Zersetzung Rauch ohne offene Flammen erzeugt wird. Bei einem offenen FlĂŒssigkeitsbrand, wie er bei der EntzĂŒndung brennbarer FlĂŒssigkeiten entstehen kann, löste das GerĂ€t dagegen zuverlĂ€ssig aus. Der XSD100 V3-Q wird nach Angaben des Herstellers seit April 2026 nicht mehr verkauft. Der ADAC informiert dennoch ĂŒber das Ergebnis, weil bereits verkaufte GerĂ€te weiterhin in Haushalten eingesetzt werden.
Der ADAC empfiehlt Verbrauchern, beim Kauf von Rauchwarnmeldern nicht allein auf den Preis zu achten, sondern insbesondere auf eine zuverlĂ€ssige Warnfunktion, verstĂ€ndliche Montage- und Bedienungsanleitungen sowie eine gut erreichbare Testtaste. Die GerĂ€te sollten unbedingt entsprechend den Herstellerangaben montiert und mindestens einmal jĂ€hrlich auf ihre Funktion ĂŒberprĂŒft werden. Beispielsweise sind nicht alle Melder auch fĂŒr die Wandmontage freigegeben. Es empfiehlt sich zudem, die TestprĂŒfungen zu protokollieren. Nach einem Sturz auf den Boden sollte ein Rauchwarnmelder vorsorglich ersetzt werden. Die Versuche des ADAC zeigten, dass die verbaute Technik dabei beschĂ€digt werden kann und unter UmstĂ€nden im Brandfall keine ausreichende Warnung mehr ausgegeben wird.
FĂŒr den Test untersuchte der ADAC zwölf batteriebetriebene Rauchwarnmelder mit einer vom Hersteller angegebenen Batterielebensdauer von mindestens zehn Jahren. Alle GerĂ€te gehören zum gĂŒnstigen Einstiegssegment (9 bis 30 Euro, Preisstand Februar 2026) und verzichten auf eine Vernetzung oder App-Anbindung. Bewertet wurden die ZuverlĂ€ssigkeit der Warnung (50 Prozent), die Handhabung (20 Prozent), die Robustheit gegen Fehlalarme (15 Prozent) und die LautstĂ€rke der Warnungen (15 Prozent). Neben praktischen Untersuchungen wurden auch umfangreiche FunktionsprĂŒfungen im als Produktzertifizierungsstelle zugelassenen Testlabor KRIWAN Testzentrum GmbH durchgefĂŒhrt.
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