DĂ€nemark, Deutschland

Hoher Wellengang: Wal-Transportschiff kommt nicht weiter

01.05.2026 - 10:11:44 | dpa.de

Nach tagelanger Fahrt entlang der dĂ€nischen KĂŒste ist der Lastkahn mit dem Buckelwal fast in der Nordsee angekommen. Erst dort soll das Tier eigentlich abgeladen werden. Doch es gibt Probleme.

  • Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
    Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
    Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Das Transportschiff mit dem Wal ist seit mehreren Tagen unterwegs. - Foto: Christoph Reichwein/dpa Der Wal war wochenlang vor der Insel Poel gestrandet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen KĂŒsten gestrandeten Buckelwal hat am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt DĂ€nemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunĂ€chst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, KapitĂ€n des Begleitschiffs «Robin Hood», dem Sender NDR.

Am nördlichsten Punkt DĂ€nemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.

Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative fĂŒr den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll. Zu den Möglichkeiten zĂ€hlt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten - oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko fĂŒr den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.

Am Dienstag war der wochenlang an der OstseekĂŒste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefĂŒllten Stahlbecken, der vom Schlepper «Fortuna B» gezogen wird, war das zwölf Meter lange, geschwĂ€chte Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach PlĂ€nen der privaten Initiative, die fĂŒr den Transport verantwortlich ist, soll der Wal in tiefem Wasser ausgesetzt werden. Wo genau, stand den Angaben zufolge zunĂ€chst nicht fest.

In DĂ€nemark rettet man gestrandete Wale nicht

Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, wĂŒrden ihm die dĂ€nischen Behörden nicht helfen: Das dĂ€nische Umweltministerium teilte mit, dass man gestrandete MeeressĂ€ugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien «ein natĂŒrlich vorkommendes PhĂ€nomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden.

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

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