Nahrungsergänzungsmittel im Check: Nadja Kirschner von ALEONN erklärt, worauf Verbraucher achten sollten
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 08:21 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSBei Nahrungsergänzungsmitteln ist die Auswahl groß und die Unterschiede zwischen einzelnen Produkten sind für Verbraucher nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Viele informieren sich deshalb über Inhaltsstoffe, vergleichen Angebote und achten auf Hinweise zur Produktqualität. Doch ein hoher Preis, eine ansprechend gestaltete Verpackung oder bekannte Vitamine und Mineralstoffe sagen für sich genommen wenig darüber aus, wie ein Produkt fachlich zu beurteilen ist. Auch Aussagen wie „klinisch getestet“ oder „wissenschaftlich untersucht“ bieten allein noch keine verlässliche Orientierung. Denn entscheidend ist, worauf sich solche Angaben konkret beziehen. Besonders aufmerksam sollten Verbraucher werden, wenn Untersuchungen zu einzelnen Inhaltsstoffen als Beleg für ein fertiges Produkt dargestellt werden. „Wer sich allein auf Werbeversprechen verlässt, übersieht möglicherweise wichtige Unterschiede bei Dosierung, Zusammensetzung und wissenschaftlicher Grundlage“, erklärt Nadja Kirschner, Gründerin und Geschäftsführerin von ALEONN.
„Verbraucher sollten zunächst prüfen, was tatsächlich in einem Produkt enthalten ist und auf welche nachvollziehbaren Informationen sich die Aussagen des Anbieters stützen“, so Nadja Kirschner weiter. Die Pflegewissenschaftlerin beschäftigt sich aus fachlicher Perspektive mit Gesundheitsprodukten, Inhaltsstoffen und Wirkstoffangaben. Als Gründerin von ALEONN, einem Unternehmen, das unter anderem Nahrungsergänzungsmittel anbietet, befasst sie sich zudem intensiv mit der Auswahl und Zusammensetzung entsprechender Produkte. Dabei legt Nadja Kirschner besonderen Wert auf ausgewählte Rohstoffe, nachvollziehbare Dosierungen und eine differenzierte Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Was Verbraucher bei Produkten und Qualitätsangaben prüfen sollten
Wer verschiedene Nahrungsergänzungsmittel miteinander vergleicht, stößt häufig auf ähnliche Inhaltsstoffe und Produktbeschreibungen. Zwei Produkte können beispielsweise dasselbe Vitamin, denselben Mineralstoff oder Pflanzenextrakt enthalten und sich trotzdem in wichtigen Punkten unterscheiden. Der Blick auf den Namen eines bekannten Inhaltsstoffs allein reicht daher nicht aus, um ihre Qualität und Zusammensetzung beurteilen zu können. Auch eine besonders hohe Menge ist nicht automatisch mit einer höheren Qualität oder einem größeren Nutzen gleichzusetzen.
Deshalb lohnt es sich, die Angaben auf der Verpackung genauer anzusehen. Dort erfahren Verbraucher unter anderem, wie hoch die einzelnen Inhaltsstoffe dosiert sind und welche Mengen sie mit der empfohlenen täglichen Verzehrmenge aufnehmen. Auch die jeweilige Wirkstoffform, Angaben zu den wertbestimmenden Bestandteilen sowie die vorgeschriebenen Warn- und Verwendungshinweise können für die Beurteilung relevant sein. So lässt sich besser erkennen, worin sich einzelne Produkte tatsächlich unterscheiden.
Darüber hinaus können Informationen zu Herkunft, Herstellung und Qualitätssicherung dabei helfen, ein Produkt genauer einzuordnen. Dazu zählen etwa Rohstoffspezifikationen, Chargenkontrollen oder Untersuchungen auf relevante Verunreinigungen und Kontaminanten. Auch bei Zertifizierungen und beworbenen Laborprüfungen lohnt sich ein genauer Blick: Welche Stelle hat geprüft, was wurde untersucht und auf welche Charge oder welchen Zeitraum bezieht sich das Ergebnis? Denn wenn einzelne Eigenschaften geprüft wurden, sagt das noch nichts über die übrigen Qualitätsmerkmale eines Produkts aus. „Transparenz bedeutet für mich, dass sich Angaben zu einem Produkt nachvollziehen lassen und nicht nur überzeugend formuliert sind“, erklärt Nadja Kirschner von ALEONN.
Was wissenschaftliche Aussagen über ein Produkt wirklich belegen
Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln werben Hersteller häufig mit wissenschaftlichen Untersuchungen. Begriffe wie „wissenschaftlich bewiesen“, „klinisch getestet“ oder „von Experten entwickelt“ klingen überzeugend. Für Verbraucher ist allerdings nicht immer erkennbar, worauf sich solche Aussagen tatsächlich beziehen. „Man muss unterscheiden, ob wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem bestimmten Stoff vorliegen oder ob tatsächlich das konkrete Endprodukt untersucht wurde“, erläutert Nadja Kirschner von ALEONN. Denn Ergebnisse zu einem einzelnen Inhaltsstoff lassen sich nicht automatisch auf ein fertiges Produkt mit möglicherweise anderer Dosierung, Zusammensetzung oder Wirkstoffform übertragen.
Wer sich genauer informieren möchte, sollte deshalb zunächst prüfen, ob der Hersteller eine konkrete Studie nennt. Aufschlussreich ist beispielsweise, ob die Untersuchung an Menschen durchgeführt wurde, wie viele Personen daran teilgenommen haben und welche Dosierung verwendet wurde. Auch die Ergebnisse selbst verdienen Aufmerksamkeit. Besonders aussagekräftig sind wissenschaftliche Erkenntnisse, wenn mehrere unabhängige Untersuchungen unter vergleichbaren Bedingungen zu ähnlichen Ergebnissen kommen.
Neben der wissenschaftlichen Grundlage lohnt sich ein Blick auf die Versprechen, mit denen ein Hersteller wirbt. Für gesundheitsbezogene Aussagen bietet das EU-Register für Health Claims eine Orientierung. Besondere Vorsicht ist bei absoluten Versprechen wie „garantierte Wirkung“ oder „wirkt bei jedem“ geboten. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Aussagen, die eine Heilung, Behandlung oder Verhinderung von Krankheiten versprechen oder einen Ersatz für Medikamente nahelegen, sind daher ein deutliches Warnsignal.
Warum genaues Hinsehen auf beiden Seiten gefragt ist
Nicht nur Verbraucher sollten bei Nahrungsergänzungsmitteln genau hinsehen. Auch Anbieter müssen sich damit beschäftigen, welche Produkte sie anbieten und nach welchen Kriterien sie diese auswählen. Nadja Kirschner achtet bei ALEONN deshalb nicht nur darauf, welche Inhaltsstoffe gerade gefragt sind. Sie prüft unter anderem, woher die Rohstoffe stammen, in welcher Form und Menge die Wirkstoffe enthalten sind und wie sie miteinander kombiniert werden. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt sie bei der Auswahl.
Doch selbst eine sorgfältige Produktauswahl beantwortet nicht die Frage, ob ein Nahrungsergänzungsmittel für die persönliche Situation geeignet ist. Besonders bei bestehenden Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten oder Unsicherheiten zur Anwendung ist es sinnvoll, medizinischen oder pharmazeutischen Rat einzuholen. „Am Ende sollte nicht das größte Versprechen überzeugen, sondern das, was sich über ein Produkt tatsächlich nachvollziehen lässt“, so Nadja Kirschner abschließend.
Sie möchten mehr darüber erfahren, welche Nahrungsergänzungsmittel ALEONN anbietet und nach welchen Kriterien die Produkte ausgewählt werden? Weitere Informationen zum Sortiment und zu ALEONN finden Sie direkt bei Nadja Kirschner und ihrem Team!
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