Patrick Stewart, Star Trek

Patrick Stewart stirbt mit 86 Jahren als Captain Picard

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 21:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der britische Schauspieler prĂ€gte als Captain Jean-Luc Picard eine Generation von Star-Trek-Zuschauern und spielte auch Professor X in den X-Men-Filmen. Seine Laufbahn begann auf der TheaterbĂŒhne.

Stewarts Weg nach Mirfield

  • Patrick Stewart wurde am 13. Juli 1940 im englischen Mirfield in West Yorkshire geboren.
  • Von 1966 bis 1982 gehörte er der Royal Shakespeare Company an.
  • 2010 schlug Königin Elizabeth II. den Schauspieler zum Ritter.
  • Als Captain Picard begeistete Stewart seine Fans ĂŒber Jahrzehnte. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Der US-Schauspieler Patrick Stewart ist tot. (Archivbild) - Bild: picture alliance / Gregor Fischer/dpa
  • Stewart war bekannt als enorm vielseitiger Charakterschauspieler. (Archivbild) - Bild: Willy Sanjuan/Invision/AP/dpa
Als Captain Picard begeistete Stewart seine Fans ĂŒber Jahrzehnte. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa Der US-Schauspieler Patrick Stewart ist tot. (Archivbild) - Bild: picture alliance / Gregor Fischer/dpa Stewart war bekannt als enorm vielseitiger Charakterschauspieler. (Archivbild) - Bild: Willy Sanjuan/Invision/AP/dpa

Patrick Stewart stirbt mit 86 Jahren

Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben, wie seine Sprecherin Kelly Bush Novak mitteilte. WeltberĂŒhmt wurde der britische Schauspieler als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“.

Picard machte ihn international bekannt

Stewart ĂŒbernahm die Rolle 1987, als die Serie „Raumschiff Enterprise: Das nĂ€chste Jahrhundert“ erstmals ausgestrahlt wurde. ZunĂ€chst war der damals 47-JĂ€hrige in den USA kaum bekannt und zweifelte am Erfolg der Science-Fiction-Serie.

18 Jahre nach seinem letzten Auftritt als Picard im Kinofilm „Star Trek: Nemesis“ kehrte Stewart fĂŒr die Serie „Star Trek: Picard“ in die Rolle zurĂŒck. Mit Ende 70 spielte er den Captain erneut als verlĂ€ssliche, aufrichtige und gelegentlich steife FĂŒhrungsfigur.

Eine Karriere zwischen BĂŒhne und Film

Stewarts Laufbahn hatte auf der TheaterbĂŒhne begonnen. Von 1966 bis 1982 war er Mitglied der Royal Shakespeare Company und trat auch spĂ€ter regelmĂ€ĂŸig in Theaterproduktionen auf.

Unter anderem spielte er am Londoner West End gemeinsam mit seinem Freund Ian McKellen in Harold Pinters „No Man’s Land“. In einer SoloauffĂŒhrung von Charles Dickens’ „A Christmas Carol“ ĂŒbernahm Stewart zudem wiederholt sĂ€mtliche Rollen.

Professor X als zweite große Filmrolle

Neben Picard prĂ€gte Stewart auch die Figur des Professor Charles Xavier in der Marvel-Verfilmung „X-Men“. Er spielte die Rolle in drei Fortsetzungen und drei damit verbundenen „Wolverine“-Filmen, bevor er sich 2017 von Professor X verabschiedete.

Stewart war am 13. Juli 1940 im englischen Mirfield in West Yorkshire geboren worden. 2010 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Patrick Stewart verband zwei Karrieren, die im internationalen Schauspiel selten in dieser Konsequenz zusammenfinden: eine lange Laufbahn auf der BĂŒhne und weltweite Bekanntheit durch eine Fernsehrolle. Als Captain Jean-Luc Picard wurde er fĂŒr ein breites Publikum zum Gesicht einer Star-Trek-Generation. Zugleich blieb das Theater der Ausgangspunkt und ein wiederkehrender Schwerpunkt seiner Arbeit.

Sein Weg steht damit auch fĂŒr den Wandel, den populĂ€re Fernsehserien fĂŒr Schauspieler aus dem klassischen Theater bedeuten konnten. Stewart kam aus der Royal Shakespeare Company und brachte eine ausgeprĂ€gte Shakespeare-Erfahrung in eine Science-Fiction-Produktion ein. Die Rolle des Picard war nicht als kurzfristiger Karriereschritt angelegt, entwickelte sich aber zur prĂ€genden öffentlichen IdentitĂ€t des Schauspielers.

Vom Theater zur globalen Popkultur

SpÀter erweiterte Stewart dieses Bild unter anderem mit Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen. Beide Figuren waren AutoritÀts- und Integrationsfiguren, unterschieden sich aber deutlich in Welt, Ton und Publikum. Sein Comeback in Star Trek: Picard zeigte zudem, dass eine ikonische Rolle auch Jahrzehnte spÀter noch erzÀhlerisches Gewicht besitzen kann.

FĂŒr Zuschauer bleibt Stewart deshalb nicht nur als Science-Fiction-Darsteller in Erinnerung. Seine Bedeutung liegt ebenso in der Verbindung von BĂŒhnenkunst, Charakterdarstellung und großer Unterhaltung. Mit seinem Tod verliert das internationale Theater- und Filmpublikum einen Schauspieler, dessen Stimme, PrĂ€senz und Rollen weit ĂŒber einzelne Produktionen hinaus wirkten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Patrick Stewart, Star aus „Star Trek“ und „X-Men“, mit 86 Jahren gestorben“ (29.10.2026)

Der Beitrag bestÀtige Stewarts Tod im Alter von 86 Jahren und stelle seine Rollen als Captain Picard und Professor Xavier heraus. Einen zusÀtzlichen Schwerpunkt lege er auf seine Theaterarbeit und nenne als Todesursache eine Alzheimer-Erkrankung sowie Lewy-Körper-Demenz.

WDR: „Star-Trek- und X-Men-Schauspieler Patrick Stewart ist tot“ (29.10.2026)

Der WDR berichte ebenfalls ĂŒber Stewarts Tod im Alter von 86 Jahren und ordne ihn ĂŒber seine bekanntesten Film- und Serienrollen ein. Anders als Euronews konzentriere sich der Beitrag auf den Todesort Los Angeles und nenne keine medizinischen Einzelheiten.

Übereinstimmend stehe der Tod des Schauspielers im Mittelpunkt. Unterschiede gebe es vor allem bei der Auswahl des biografischen Schwerpunkts und bei den zusĂ€tzlichen Angaben zu den UmstĂ€nden seines Todes.

Disclaimer...
de | unterhaltung | 70430313 |