Kultur, Kino

Union und SPD wollen mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Kinos

12.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Politiker von Union und SPD fordern vom Bund eine stĂ€rkere UnterstĂŒtzung der Kinobranche in Deutschland.

Union und SPD wollen mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Kinos
Wirtschaft - Kino (Archiv) 12.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das "Zukunftsprogramm Kino" habe sich als wirksames Instrument zur StÀrkung der Kinos bewÀhrt, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Anja Weisgerber (CSU), der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).

Es sei ein bemerkenswertes Signal und unterstreiche die prekĂ€re Situation der Kinos, wenn die kofinanzierenden LĂ€nder ĂŒber den Bundesrat nun vorangingen. Sie setze sich auf Bundesebene dafĂŒr ein, dass die AbwĂ€rtsspirale gestoppt und die wirtschaftliche Situation der Kinos mindestens wieder auf Vor-Corona-Niveau angehoben werde, so Weisgerber.

Kinos dĂŒrften im Wettbewerb mit Streamingdiensten in der Verwertungskette nicht runterfallen, mahnte Weisgerber. Kinos seien fĂŒr sie nicht nur Filmabspielorte, sondern wichtig fĂŒr den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sagte die CSU-Politikerin.

Ähnlich Ă€ußerte sich Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Kinos seien Kulturorte, BegegnungsrĂ€ume und gerade in StĂ€dten wie im lĂ€ndlichen Raum ein wichtiger Teil kultureller Infrastruktur. Deshalb werde er sich weiterhin dafĂŒr stark machen, das Zukunftsprogramm Kino fortzufĂŒhren und verlĂ€sslich auszustatten, sagte Rabanus der "Rheinischen Post". Man brauche eine strukturelle und verstetigte Förderung, die mit den Herausforderungen der Branche von der Digitalisierung ĂŒber die Barrierefreiheit bis hin zu energetischer Modernisierung Schritt halte.

Das Zukunftsprogramm Kino unterstĂŒtzte in den vergangenen Jahren kleine und mittlere Kinos bei notwendigen Investitionen in ihre Infrastruktur. Es wurde Ende 2024 eingestellt. Mehrere BundeslĂ€nder setzen sich fĂŒr eine Wiederaufnahme und Verstetigung des Programms ein. Am Freitag wird ein entsprechender Antrag im Bundesrat behandelt.

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