Precht im ZDF: Wie lÀsst sich die Zukunft steuern?
29.01.2024 - 14:32:07Laut Umfragen in Deutschland zum Jahresbeginn 2024 blicken 83 Prozent der Menschen besorgt in die Zukunft. Ihr individuelles Leben beurteilt mehr als die HĂ€lfte dagegen eher positiv. Die Herausforderungen und Bedrohungen in der Welt haben die Zuversicht der Menschen in eine positive Zukunft nachhaltig erschĂŒttert. Klimakrise, Kriegsszenarien und eine unsichere Wirtschaftslage beschĂ€ftigen jedoch vor allem das alte Europa.
Entscheidend fĂŒr einen optimistischen Blick in die Zukunft sei nicht so sehr die positive Prognose, sondern tatsĂ€chlich das GefĂŒhl, ĂŒberhaupt Einfluss auf die Zukunft nehmen zu können â das meint Florence Gaub, Direktorin der Forschungsabteilung des NATO Defense College in Rom. Ist dieser Mangel an Zuversicht möglicherweise ein Problem, das die alternde Gesellschaft des Westens stĂ€rker trifft als den Rest der Welt? Sind die Menschen dort deshalb weniger bereit, in eine bessere Zukunft zu investieren? Laut Gaub mĂŒssen VerĂ€nderungen auch weh tun und sind nicht immer sofort zu haben: Sie erfordern mehr Innovationslust und Einsatz â und weniger DefĂ€tismus.
Wie viel hĂ€ngt in dieser krisengeschĂŒttelten weltpolitischen Lage davon ab, ob die BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern den politischen und militĂ€rischen Entscheidern das notwendige Vertrauen entgegenbringen können, um die zukĂŒnftigen Herausforderungen einer verĂ€nderten Weltordnung meistern zu können? In ihrer Forschungsgruppe am NATO Defense College in Rom spielt Florence Gaubs Team alle Szenarien durch. Dort wird die weltpolitische Zukunft mithilfe wahrscheinlicher, aber auch unwahrscheinlicher, doch kausal verketteter möglicher Ereignisse im Spiel erprobt, um fatale Entscheidungen zu vermeiden und auf jede EventualitĂ€t ausreichend vorbereitet zu sein.
"Precht" wird mit Untertiteln angeboten.
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