Raum fĂŒr Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinĂ€ren Personen verbessern
21.04.2026 - 09:30:03 | presseportal.de
Trans* und nichtbinĂ€re Personen zeigen sich verstĂ€rkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer IdentitĂ€t. "Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und HasskriminalitĂ€t gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinĂ€re und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, zu", bedauert K* Stern diese Entwicklung, die im Widerspruch zu einer demokratischen, liberalen, toleranten Gesellschaft steht und zudem die Menschenrechte missachtet. K* Stern arbeitet unter anderem als Dozent:in und Trainer:in und bringt Ergotherapeut:innen im Rahmen der Akademie des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) Wissen ĂŒber trans* und nichtbinĂ€re Menschen nĂ€her. Ergotherapeut:innen unterstĂŒtzen seit jeher die Teilhabe von Klient:innen in allen Arbeits- und Alltagsbereichen und können deshalb gezielt ansetzen: Bei der sozialen Teilhabe im Alltag, der psychischen Gesundheit, der Begleitung einer Transition und dem Umgang mit Diskriminierungserfahrungen.
Es ist keine Entscheidung, lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter, nichtbinÀr und queer zu sein: Es ist ein Fakt, der auf etwa 11-12 % der Bevölkerung in Deutschland zutrifft, so die Zahlen von IPSOS und Statista. Hinzu kommen diejenigen, die (noch) keinen Anlass hatten, ihre Geschlechtlichkeit oder SexualitÀt mit anderen beziehungsweise öffentlich zu teilen. "Wer zu sich selbst steht, zeigt StÀrke und Selbstakzeptanz", betont K* Stern.
Missachten ist strafbar: Grundrechte gelten fĂŒr alle und sind zum Minderheitenschutz da
Trans* oder nichtbinĂ€re Personen sind zwar sichtbarer geworden, sie sehen sich jedoch weiterhin unnötig und zu Unrecht oft mit UnverstĂ€ndnis, Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Das bestĂ€tigt neben anderen zustĂ€ndigen Behörden und Einrichtungen das BKA (Bundeskriminalamt) in seinem aktuellen Lagebericht. Wer Gewalt ausĂŒbt oder andere ausgrenzt, macht sich strafbar; solche Handlungen dĂŒrfen in einer demokratischen, liberalen, friedlichen und freiheitlichen Gesellschaft keinen Platz finden. Dazu ist es nötig, jedweder Form von Gewalt den Boden zu entziehen: Wer die (Menschen-)Rechte anderer missachtet, darf sich nicht sicher fĂŒhlen. Ăbergriffe auf andere Menschen stellen eine Verletzung des Grundrechts dar und sind kriminelle Taten. Niemand - weder Betroffene noch AuĂenstehende - sollte davor zurĂŒckschrecken, sich zur Wehr zu setzen, Hilfe zu holen, Zivilcourage zu zeigen und Anzeige zu erstatten, angefangen bei ĂuĂerungen und erst recht bei körperlichen Ăbergriffen. Der DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), der sich fĂŒr DiversitĂ€t einsetzt, plĂ€diert dafĂŒr, fĂŒr mehr Sicherheit und geschĂŒtzte RĂ€ume fĂŒr trans* und nichtbinĂ€re Menschen zu sorgen, auch in Hinblick auf die Gesundheitsversorgung.
Fortbildung: vermittelt Ergotherapeut:innen Wissen zu trans* und nichtbinÀren Personen
Der DVE bietet im Rahmen seiner Akademie entsprechende Fortbildungen fĂŒr Ergotherapeut:innen an. Dort erhalten die teilnehmenden Ergotherapeut:innen von Dozent:in K* Stern zunĂ€chst Impulse fĂŒr eine respektvolle und inklusive Sprache, organisatorische Praxistipps sowie medizinisches, rechtliches und psychosoziales Hintergrundwissen zu Geschlechtervielfalt. In der Folge beleuchtet K* Stern Lebenssituationen von trans* und nichtbinĂ€ren Menschen ebenso wie typische VerlĂ€ufe von Transitionsprozessen. Dabei werden nicht nur Herausforderungen sichtbar, sondern auch die vielen StĂ€rken von trans* Personen und die emotionale Bedeutung einer Transition. Im Transitionsprozess gibt es immer zwei Seiten: Zum einen die schönen, stĂ€rkenden Emotionen die aufkommen, wenn das Empfinden und das Körperliche in Einklang kommen. Zum anderen tun sich gleichzeitig HĂŒrden auf: In der Transition kommt es immer wieder zu Diskrepanzen; ErklĂ€rungen werden nötig, da das ĂuĂere in den Augen der anderen nicht mehr zu dem alten oder noch nicht zu dem neuen Namen in den Ausweisdokumenten passt. Das kann verstĂ€rkt zu MissverstĂ€ndnissen und sogar zu Stresssituationen fĂŒhren.
Erfolgsorientierte ergotherapeutische Therapieplanung fĂŒr trans* und nichtbinĂ€re Personen: Perspektivwechsel + 360°-Blick
Es gehört zu den Grundprinzipien von Ergotherapeut:innen, dass eine Therapie umso erfolgreicher ist, je mehr Gegebenheiten bekannt sind, die einen Einfluss auf den Alltag ihrer Klient:innen haben. Unter diesem Gesichtspunkt geht es in der Fortbildung von K* Stern auĂer um Strategien, die trans* und nichtbinĂ€ren Klient:innen helfen, prekĂ€re Alltagssituationen geschickt zu meistern, auch um die Therapieplanung. Ergotherapeut:innen berĂŒcksichtigen ĂŒblicherweise alles, angefangen von persönlichen Ressourcen bis hin zu gesellschaftlichen Einflussfaktoren. Doch welche Aspekte sind speziell fĂŒr trans* oder nichtbinĂ€re Personen relevant und wie können diese Faktoren in die ergotherapeutische Intervention einflieĂen? "Erst wer sich mit dem Alltag von nichtbinĂ€ren Personen oder trans* Frauen und MĂ€nnern auseinandersetzt, kann deren Anliegen besser verstehen", sagt K* Stern. Ein besonderer Fokus liegt also auf dem Perspektivwechsel: In Selbsterfahrungseinheiten ermöglicht K* Stern den teilnehmenden Ergotherapeut:innen, sich aus der Perspektive von trans* und nichtbinĂ€ren Menschen in alltĂ€gliche Situationen einzufĂŒhlen. Ăfter einen Perspektivwechsel einzunehmen - sprich, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen - empfiehlt sich ohnehin fĂŒr alle Menschen und fördert das gesellschaftliche Miteinander. Ebenso wie die Haltung, andere respektvoll zu behandeln, so, wie man es sich selbst von anderen wĂŒnscht und erwartet.
Informationsmaterial zu den vielfĂ€ltigen Themen der Ergotherapie gibt es bei den Ergotherapeut:innen vor Ort; Ergotherapeut:innen in WohnortnĂ€he auf der Homepage des Verbandes unter https://dve.info/service/therapeutensuche. Zum Podcast gerne hier entlang: https://dve-podcast.podigee.io/. AuĂerdem: https://www.instagram.com/dve_ergotherapie/ und Deutscher Verband Ergotherapie e.V. - DVE | Facebook
Pressekontakt:
Angelika Reinecke, Deutscher Verband Ergotherapie e.V. (DVE),
a.reinecke@dve.info
Original-Content von: Deutscher Verband Ergotherapie e.V. (DVE) ĂŒbermittelt durch news aktuell
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
