Popstar und Nationalheldin - Arte-Doku ĂŒber Rihanna
13.08.2024 - 04:40:35 | dpa.de
Auch wenn Rihanna seit 2016 kein neues Album mehr herausgebracht hat, scheinen die PopsĂ€ngerin und ihre Musik doch allgegenwĂ€rtig. Der Sender Arte widmet der KĂŒnstlerin von der Karibikinsel Barbados eine knapp einstĂŒndige Dokumentation. Zu sehen ist der Beitrag mit dem Titel «Rihanna - Inselkind, Popstar, Nationalheldin» am Mittwoch, 14. August, um 22.20 Uhr. Regisseur Aaron Thiesen begibt sich auf Spurensuche, spricht mit ehemaligen Nachbarn und mit Musikexperten.
Die StraĂe, in der Robyn Rihanna Fenty in Bridgetown aufwuchs, heiĂt mittlerweile Rihanna Drive. Touristen pilgern Tag fĂŒr Tag vor den kleinen Bungalow und machen Fotos. Das GebĂ€ude ist eingezĂ€unt, sodass die Fans etwas Abstand halten mĂŒssen. Die Menschen in der Nachbarschaft nehmen den Rummel gelassen. Ansonsten mĂŒsste sie ja wegziehen, sagt eine Nachbarin. Die Leute sind stolz auf Rihanna, die sie einst als Robyn kannten und auch teils heute noch so nennen.
Dass das MĂ€dchen aus bescheidenen VerhĂ€ltnissen ein internationaler Popstar werden wĂŒrde, konnte sich in der Umgebung keiner vorstellen. Heute ist Rihanna fĂŒr Barbados mehr als eine BerĂŒhmtheit. Sie ist eine Nationalheldin.
Als Jugendliche war sie bei einem Talentwettbewerb entdeckt worden. Musikproduzent Evan Rogers holte Rihanna nach New York. 2005 erscheint die erste Single mit dem Titel «Pon de Replay» und schieĂt direkt in die Charts. Von da an geht es Schlag auf Schlag. Die Single «Umbrella» aus dem Album «Good Girl Gone Bad» aus dem Jahr 2007 verschafft der SĂ€ngerin den Durchbruch. Und zugleich hat sie sich ein neues, gereiftes Image zugelegt.Â
2009 gerĂ€t sie privat in die Schlagzeilen: Es geht um PrĂŒgel ihres damaligen Freundes Chris Brown. Monate spĂ€ter Ă€uĂert sich die SĂ€ngerin in einem Interview dazu und sagt, was ihr passiert sei, könne jedem passieren. So richtete sie den Fokus auf das Thema hĂ€usliche Gewalt - und die Menschen auf Barbados nahmen ebenso Anteil wie an den Erfolgen Rihannas. Die baut sich StĂŒck fĂŒr StĂŒck ein milliardenschweres Imperium auf.
Als sich die Insel Barbados 2021 von der britischen Krone lossagt und zur eigenstÀndigen Republik wird, ist Rihanna dabei - ebenso wie der heutige König Charles. Rihanna wird zur Nationalheldin ernannt. Die Inseleinwohner ehren damit die SÀngerin, die die Verbindungen zu ihrer Heimat nie gekappt, sich sozial engagiert und den Tourismus angekurbelt hat. Mit ihrer Musik und ihrem öffentlichen Auftreten trÀgt Rihanna auf Barbados zu gesellschaftlichen Diskussionen und zum Aufbruch in ein postkoloniales Zeitalter bei.
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