Sachsen, BeitragsstabilitÀt

Sachsen will BeitragsstabilitÀt beim Rundfunkbeitrag

27.10.2023 - 17:46:12

Sachsens Medienminister Oliver Schenk (CDU) hĂ€lt einen rechtskrĂ€ftigen Rundfunkbeitrag bis Ende kommenden Jahres fĂŒr unrealistisch.

"Objektiv wird man das kaum hinbekommen", sagte Schenk der "SĂŒddeutschen Zeitung". Er begrĂŒndete das mit den Landtagswahlen in Brandenburg, ThĂŒringen und Sachsen im September 2024 und den anschließenden Regierungsbildungen; die Landesparlamente mĂŒssen dem neuen Rundfunkbeitrag zustimmen.

"Wichtig ist aber, was am Ende rauskommt", so Schenk. Im Januar will der Zukunftsrat, den die LĂ€nder mit grundsĂ€tzlichen Reformen fĂŒr ARD, ZDF und Deutschlandradio beauftragt haben, seine Ergebnisse vorlegen. "Da ist die Verzögerung vielleicht eine Chance", so Schenk. Man mĂŒsse sehen, ob man mit den Reformschritten "in Richtung BeitragsstabilitĂ€t kommt". Einen Staatvertrag inklusive der eingepreisten Reformen könnten die LĂ€nder "im MĂ€rz, April 2025 rechtskrĂ€ftig haben". Schenk plĂ€diert dafĂŒr, dass fĂŒr die Backoffice-Strukturen der neun ARD-Anstalten, also Aufgaben wie Personal, Reisekosten, Rechtsabteilungen eine Zentrale geschaffen wird. Er spricht sich außerdem dafĂŒr aus, das Einstimmigkeitsprinzip bei der Entscheidung ĂŒber Rundfunkgesetze in ein Mehrheitsprinzip umzuwandeln. "Es geht da um Geschwindigkeit. Wir brauchen fĂŒr StaatvertrĂ€ge manchmal zwei, drei Jahre, wir starten groß und schleifen uns durch viele Diskussionen ab- das muss auch gar nicht schlecht sein. Aber im digitalen Zeitalter mĂŒssen wir schneller werden und da wĂŒrde ein Mehrheitsprinzip helfen."

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