Raubkunst-Debatte, Museumschef

Nach Raubkunst-Debatte: Aus für Museumschef Maaz

02.04.2025 - 12:01:22 | dpa.de

Seit Wochen schwelt die Debatte um die Rückgabe von Raubkunst aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Jetzt zieht Kunstminister Blume Konsequenzen.

  • Ist seinen Chef-Posten los: Bernhard Maaz. - Foto: Felix Hörhager/dpa
    Ist seinen Chef-Posten los: Bernhard Maaz. - Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Die Pinakotheken sollen einen Neuanfang bekommen. - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Die Pinakotheken sollen einen Neuanfang bekommen. - Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Blume zog nun Konsequenzen.  - Foto: Sven Hoppe/dpa
    Blume zog nun Konsequenzen. - Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Anton Biebl (links) soll die Staatsgemäldesammlungen nun erstmal leiten.  - Foto: Felix Hörhager/dpa
    Anton Biebl (links) soll die Staatsgemäldesammlungen nun erstmal leiten. - Foto: Felix Hörhager/dpa
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Nach den Unruhen in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen um die Rückgabe von Raubkunst tauscht Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) den Chef aus. Der Generaldirektor der Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz, räumt seinen Posten. Sein Nachfolger wird ab sofort interimsmäßig der ehemalige Münchner Kulturreferent Anton Biebl, wie Blume mitteilte. Er solle «das Schiff wieder auf Kurs bringen».

Es gebe «Hinweise und Vorwürfe zu Fehlverhalten und Organisationsversagen», sagte Blume. Nun würden «notwendige Schritte» und eine interne Untersuchung eingeleitet. Der Minister danke Maaz, der seit zehn Jahren Museumschef war, dafür, «dass er den Weg freigemacht hat für einen Neuanfang bei den Staatsgemäldesammlungen». 

Die Debatte um den Umgang Bayerns - und vor allem der bayerischen Staatsgemäldesammlungen - mit NS-Raubkunst war zuletzt neu entflammt. Nachfahren von jüdischen Kunstbesitzern und deren Rechtsanwälte hatten die bayerische Staatsregierung scharf kritisiert und verlangt, dass der Freistaat bei der Provenienzforschung zu NS-Raubkunst transparenter und schneller arbeiten müsse. Die Staatsgemäldesammlungen, die unter anderem die berühmten Pinakotheken in München betreiben, stehen im Zentrum der Kritik.

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