Francis Ford Coppolas Ehefrau Eleanor ist gestorben
13.04.2024 - 03:49:15 | dpa.deUS-Regisseurin Eleanor Coppola, die mehr als 60 Jahre mit dem Oscar-PreistrĂ€ger Francis Ford Coppola (85) verheiratet war, ist tot. Sie starb am Freitag im nordkalifornischen Rutherford, wie die Familie mitteilte. Die gebĂŒrtige Kalifornierin wurde 87 Jahre alt. Die Familie sei an ihrer Seite gewesen, hieĂ es. Sie war die Mutter von Regisseurin Sofia Coppola  (52, «Lost in Translation») und von Filmemacher Roman Coppola  (58). Der erste Sohn des Paares, Gian Carlo, war 1986 im Alter von 22 Jahren bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen.Â
Als junge Kunsthandwerksstudentin lernte sie Coppola 1962 bei den Dreharbeiten zu dessen ersten Film «Dementia 13» kennen, ein Jahr spĂ€ter heirateten sie. Den Regisseur von Welterfolgen wie «Apocalypse Now» und «Der Pate»-Trilogie begleitete sie hĂ€ufig zu Drehorten mit, etwa in den philippinischen Dschungel fĂŒr das Kriegsepos «Apocalypse Now» (1979). Die nervenaufreibende Produktion mit den Hauptdarstellern Marlon Brando und Martin Sheen hielt Eleanor Coppola mit ihrer Dokumentation «Reise ins Herz der Finsternis» fest.Â
Mit 80 Jahren drehte die Matriarchin des Filmclans ihren ersten eigenen Spielfilm, fĂŒr den sie auch das Drehbuch schrieb. In dem romantischen Roadmovie «Paris kann warten» (2016) mit Alec Baldwin und Diane Lane griff Coppola auf eigene Erlebnisse zurĂŒck. Baldwin spielt einen viel beschĂ€ftigten Hollywood-Produzenten, Lane seine Ehefrau, die ihn auf einer GeschĂ€ftsreise nach Cannes begleitet. Er muss dringend auf ein Set nach Budapest jetten, sie hat Ohrenschmerzen und will nicht fliegen. In der Not springt ein französischer Businesspartner  (Arnaud Viard) ein, der sie als Chauffeur nach Paris bringt.Â
Als sie ihren Mann 2009 nach Cannes begleitete, sei genau das passiert, erzĂ€hlte Eleanor Coppola vor dem Filmstart dem «San Francisco Chronicle» ĂŒber ihren damaligen Roadtrip. «Am Ende waren wir 48 Stunden unterwegs, es gab viele Stopps, eine Menge Essen und Wein, und Francis rief dauernd an, weil er sich wunderte, wo ich bin.»
2020 inszenierte sie das Drama «Love Is Love Is Love» mit drei Geschichten, die von Liebe und LoyalitĂ€t zwischen Paaren und Freunden handeln. In Interviews und in ihren 2008 veröffentlichten Memoiren «Notes on a Life» sprach Coppola offen ĂŒber Depressionen, den Tod ihres Ă€ltesten Sohnes und den Konflikt, ihre eigene KreativitĂ€t der Karriere ihres Mannes hinten anzustellen.Â
Francis Ford Coppola, der Anfang April seinen 85. Geburtstag feierte, hat gerade sein langjĂ€hriges Herzensprojekt «Megalopolis» mit einem Millionenbudget aus eigener Tasche fertiggestellt. Die Zukunfts-Utopie mit Stars wie Adam Driver und Laurence Fishburne, die in einem futuristischen New York spielt, lĂ€uft im Mai im Wettbewerb des Festivals von Cannes.Â
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