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Sober October: Wer keinen Alkohol trinkt, muss sich erklÀren

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 11:48 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Wien - Mehr als zwei Drittel der Unter-30-JĂ€hrigen erleben in Gesellschaft Rechtfertigungsdruck

Sober October: Wer keinen Alkohol trinkt, muss sich erklÀren - Bild: presseportal.de
Sober October: Wer keinen Alkohol trinkt, muss sich erklÀren - Bild: presseportal.de

Einen Monat bewusst auf Alkohol verzichten: Der Sober October rĂŒckt alkoholfreien Genuss in den Mittelpunkt. Dass ein „Nein“ zu Alkohol in Österreich allerdings noch lĂ€ngst nicht ĂŒberall kommentarlos akzeptiert wird, zeigt eine reprĂ€sentative Umfrage des Trendsetters Höllinger und dem unabhĂ€ngigen Umfrageinstitut TQS Research & Consulting. Besonders auffĂ€llig: Ausgerechnet junge Menschen erleben ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig Rechtfertigungsdruck. Rund sieben von zehn Unter-30-JĂ€hrigen (69 Prozent) mussten bereits erklĂ€ren, warum sie in Gesellschaft keinen Alkohol trinken. Gleichzeitig wĂŒnschen sich knapp zwei Drittel der Österreicher:innen (65 Prozent), dass alkoholfreie Alternativen kĂŒnftig ganz selbstverstĂ€ndlich neben alkoholischen GetrĂ€nken stehen.

Der Oktober steht international zunehmend im Zeichen des bewussten Alkoholverzichts. Beim „Sober October“ verzichten Menschen einen Monat lang auf Alkohol – fĂŒr manche als persönliche Challenge, fĂŒr andere als Anlass, die eigenen Konsumgewohnheiten zu hinterfragen. Doch wer keinen Alkohol trinkt, trifft nicht immer nur auf Akzeptanz. Wie die Höllinger-Umfrage zeigt, musste sich mehr als jede:r Zweite in Österreich (57 Prozent) bereits dafĂŒr rechtfertigen, in Gesellschaft keinen Alkohol zu trinken.

Je jĂŒnger, desto grĂ¶ĂŸer der Rechtfertigungsdruck

Besonders deutlich zeigt sich das bei jungen Menschen. Unter den 16- bis 29-JĂ€hrigen geben rund zwei von drei Befragten (69 Prozent) an, dass sie sich bereits fĂŒr ihren Alkoholverzicht rechtfertigen mussten. Bei den 30- bis 39-JĂ€hrigen sind es knapp zwei Drittel (65 Prozent), unter den 50- bis 65-JĂ€hrigen hingegen weniger als die HĂ€lfte (46 Prozent). JĂŒngere Befragte haben zudem signifikant hĂ€ufiger Ausreden genutzt, um auf Alkohol verzichten zu können.

„Gerade der Sober October zeigt, dass sich unser VerhĂ€ltnis zu Alkohol verĂ€ndert. Gleichzeitig sehen wir, dass vor allem junge Menschen noch immer erklĂ€ren mĂŒssen, warum sie nicht trinken. Die Entscheidung fĂŒr oder gegen Alkohol sollte weder begrĂŒndet noch kommentiert werden mĂŒssen“, sagt Gerhard Höllinger, GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der IMS Höllinger GmbH.

Der Rechtfertigungsdruck entsteht vor allem dort, wo Alkohol traditionell dazugehört: Gut ein Drittel hat entsprechende Situationen bei Feiern und Events (35 Prozent) erlebt, knapp dahinter folgt das Ausgehen in Clubs oder Bars (32 Prozent). Auch der Freundeskreis spielt eine zentrale Rolle: Rund vier von zehn Befragten (39 Prozent) mussten dort bereits erklÀren, warum sie keinen Alkohol trinken.

Kein Drink – schwanger? Wer nicht trinkt, wird schnell mit Vermutungen konfrontiert

Besonders auffĂ€llig sind auch die unterschiedlichen Reaktionen auf Frauen und MĂ€nner: Mehr als ein Drittel der befragten Frauen (40 Prozent) wurden bereits gefragt, ob sie schwanger seien, weil sie in Gesellschaft keinen Alkohol tranken. JĂŒngere Frauen erleben diese Reaktion signifikant hĂ€ufiger als Ă€ltere. MĂ€nner wiederum werden signifikant hĂ€ufiger mit der Frage konfrontiert, ob hinter ihrem Alkoholverzicht ein Alkoholproblem stecke.

„Solche Reaktionen zeigen, wie stark Alkohol teilweise noch mit gesellschaftlichen Erwartungen verbunden ist. Wer nichts trinkt, fĂ€llt auf und plötzlich wird aus einer persönlichen Entscheidung ein GesprĂ€chsthema. Genau diese SelbstverstĂ€ndlichkeit wollen wir verĂ€ndern“, so Höllinger.

Alkoholfrei soll selbstverstÀndlich werden

Gleichzeitig zeichnet sich ein gesellschaftlicher Wandel ab: Knapp zwei Drittel der Österreicher:innen (65 Prozent) sehen alkoholfreie GetrĂ€nke kĂŒnftig als selbstverstĂ€ndliche Alternative zu Alkohol, weitere 22 Prozent als ErgĂ€nzung fĂŒr bestimmte AnlĂ€sse. Lediglich 13 Prozent betrachten sie weiterhin als Nischenprodukt.

Schon heute erfĂŒllen alkoholfreie Alternativen eine wichtige soziale Funktion: Knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) finden, dass sie es leichter machen, in Gesellschaft keinen Alkohol zu trinken. Ein Ă€hnlich hoher Anteil (62 Prozent) schreibt ihnen eine positivere Vorbildwirkung als alkoholischen GetrĂ€nken zu.

„Gemeinsames Anstoßen und Genießen sollte auch ohne Alkohol selbstverstĂ€ndlich sein, und das nicht nur im Sober October, sondern das ganze Jahr ĂŒber“, sagt Gerhard Höllinger.

Die GrĂŒnde fĂŒr alkoholfreien Genuss sind dabei vielfĂ€ltig: Knapp vier von zehn Befragten (38 Prozent) greifen zu alkoholfreien Alternativen, wenn sie am nĂ€chsten Tag leistungsfĂ€hig sein möchten. Jeweils mehr als ein Drittel (37 Prozent) tut dies, wenn Verantwortung ĂŒbernommen wird oder um generell weniger Alkohol zu konsumieren.

Dass alkoholfreier Genuss lĂ€ngst mehr als Wasser oder herkömmliche Limonade sein kann, zeigt Höllinger als Vorreiter im alkoholfreien Bereich bereits mit einem breiten Sortiment: Insgesamt 15 verschiedene Produkte bieten alkoholfreie Optionen fĂŒr unterschiedliche AnlĂ€sse, von Cocktailsirupen zum Selbstmischen ĂŒber Ready-to-drink-Mocktails in der Glasflasche fĂŒr die Gastronomie bis hin zu Urban Drinks in der PET-Flasche. Ob beim Ausgehen, im Restaurant oder unterwegs: Die Range steht fĂŒr besondere Genusserlebnisse, ohne dabei auf Geschmack oder gesellschaftliche Teilhabe verzichten zu mĂŒssen.

[1] Umfrage unter 1.000 Österreicher:innen zwischen 14-65 Jahren, reprĂ€sentativ nach Alter, Geschlecht und HaushaltsgrĂ¶ĂŸe, JĂ€nner 2026

Pressekontakt:

Himmelhoch GmbH
Sophie Harfmann, MA
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