SWR-Gremien, Stellung

SWR-Gremien nehmen Stellung zur SWR-Staatsvertragsnovelle

25.11.2024 - 14:40:01 | presseportal.de

Stuttgart - Die Aufsichtsgremien des SWR haben heute ihre gemeinsame Stellungnahme zum SWR-Staatsvertragsentwurf eingereicht. Dabei begrĂŒĂŸen sie grundsĂ€tzlich die ReformvorschlĂ€ge. Die StĂ€rkung der RegionalitĂ€t, als DNA des SWR, wird als ein wichtiges Element bewertet, den SWR zukunftsfĂ€hig aufzustellen.

SWR-Gremien nehmen Stellung zur SWR-Staatsvertragsnovelle - Foto: presseportal.de
SWR-Gremien nehmen Stellung zur SWR-Staatsvertragsnovelle - Foto: presseportal.de

Rundfunkratsvorsitzender Engelbert GĂŒnster: Konsequente StĂ€rkung der RegionalitĂ€t gefordert

Engelbert GĂŒnster sieht das Ziel der StĂ€rkung der regionalen Verwurzelung und regionalen PrĂ€gung der SWR Angebote im Widerspruch zur angedachten Regelung, kĂŒnftig nur noch regionale Auseinanderschaltungen in den beiden Landeshörfunkprogrammen zuzulassen. Der Rundfunkratsvorsitzender fordert deshalb eine konsequente StĂ€rkung der RegionalitĂ€t. Damit verbunden ist auch die Möglichkeit, die Menschen in Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz mit regionalen Nachrichten in allen Hörfunkprogrammen des SWR zu versorgen. Dies entspreche zudem dem demokratischen und integrierenden Kerngedanken des Staatsvertrags-Entwurfs.

Verwaltungsratsvorsitzender Hans-Albert Stechl: Sachkunde im Verwaltungsrat den tatsÀchlichen Anforderungen der Aufsicht anpassen

Der Entwurf des SWR-Staatsvertrags sieht vor, dass kĂŒnftig alle sieben Personen, die durch den Rundfunkrat in den Verwaltungsrat gewĂ€hlt werden, SachverstĂ€ndige mit genau definierten Ausbildungen sein mĂŒssen. Hans-Albert Stechl Ă€ußert große Bedenken: "Hierdurch wird dem Rundfunkrat die Möglichkeit genommen, eine geeignete Person in den Verwaltungsrat zu senden, die nach dem Staatsvertrag lediglich die falsche Ausbildung hat, jedoch die notwendige Erfahrung, bspw. durch TĂ€tigkeiten in Institutionen, BeirĂ€ten oder durch langjĂ€hrige berufliche TĂ€tigkeit etc. mitbringt." Der Verwaltungsratsvorsitzende spricht sich deshalb deutlich fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere FlexibilitĂ€t bei der Besetzung des Verwaltungsrats aus.

Gefahr eines zunehmenden politischen Einflusses

Beide Kontrollgremien kritisieren den zunehmenden politischen Einfluss bei den Auswahlverfahren der Rundfunkratsmitglieder. So entscheidet der zustĂ€ndige Fachausschuss des jeweiligen Landtags ĂŒber die Mitglieder, die aus der Mitte der Gesellschaft benannt werden und im Streitfall, wenn sich mehrere Entsendeorganisationen nicht auf einen Sitz einigen können.

Engelbert GĂŒnster: "Wieso hier der Landtag die ausschließliche Kompetenz haben soll, ist völlig unklar. Wer kann besser beurteilen, welche Qualifikationen fĂŒr das Amt benötigt werden, als wir selbst? Wir plĂ€dieren hier klar fĂŒr eine unmittelbare ZustĂ€ndigkeit, beispielsweise ĂŒber einen entsprechenden Ausschuss."

Der Stellungnahme ging eine Sondersitzung des Rundfunk- und Verwaltungsrats voraus, in der die beiden Kontrollorgane intensiv die Neuerungen der SWR-Staatsvertragsnovelle diskutierten.

Die Stellungnahme der SWR-Gremien ist auf dem Beteiligungsportal veröffentlicht: https://beteiligungsportal-bw.de/swr-staatsvertrag.

Pressekontakt

JĂŒrgen Gruhler (nicht zur Veröffentlichung)

E-Mail: Gremiengeschaeftsstelle@SWR.de

Termine, Tagesordnungen und weitere Informationen zu den SWR-Gremien finden Sie hier.

Original-Content von: SWR Gremien ĂŒbermittelt durch news aktuell

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