True, Crime

True Crime in der Kunstwelt / Podcast Tatort Kunst ermittelt wieder

22.08.2024 - 12:30:00

Berlin - EinbrĂŒche in Museen, verschollene Manuskripte, ungeklĂ€rte BesitzverhĂ€ltnisse und bei Kriegsende gestohlene GemĂ€lde, die plötzlich in den USA wieder auftauchen. Ab 5. September erzĂ€hlt der investigative Deutschlandfunk-Podcast "Tatort Kunst" neue FĂ€lle aus der Kunstwelt. Die Hosts Rahel Klein und Stefan Koldehoff nehmen das Publikum mit hinter die glitzernden Kulissen der internationalen Kunstszene: in die Depots von Museen, in sonst verschlossene Archive, in die Hinterzimmer von AuktionshĂ€usern und Galerien - immer auf der Suche nach bisher unbekannten Informationen.

Seit September 2023 durchleuchtet das Reporter-Team von "Tatort Kunst" mit seinen investigativen Recherchen eine intransparente Kulturbranche und ihre MilliardengeschĂ€fte. Dabei zeigt es MissstĂ€nde, aber auch die historischen Verstrickungen und gesellschaftlichen Konsequenzen auf. Die exklusiven FĂ€lle werden in einem aufwendig produzierten Storytelling-Podcast prĂ€sentiert, als selbst erlebte und erzĂ€hlte Geschichten der Journalistinnen und Journalisten. Die ersten acht Folgen von "Tatort Kunst" wurden fĂŒr den Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Beste Reportage" nominiert.

Die neuen FĂ€lle aus Kunst und Kultur "Tatort Kunst" sind ab 5. September in der Deutschlandfunk App abrufbar und ĂŒberall, wo es Podcasts gibt.

Zu Beginn wird der Fall "MuseumseinbrĂŒche / Chinesische Beute" veröffentlicht..In drei Episoden erzĂ€hlt er von einer Einbruch-Serie in deutschen und europĂ€ischen Museen mit ostasiatischen Sammlungen, darunter HĂ€user in Köln und Hildesheim. Die Diebe gehen dreist, schnell und rĂŒcksichtslos vor. Manche Museen reagieren mit teils drastischen Sicherheitsmaßnahmen. Aber mit Blick auf die chinesische Geschichte kommen auch Zweifel auf, ob viele Artefakte ĂŒberhaupt rechtmĂ€ĂŸig nach Deutschland gebracht wurden. Holt sich hier jemand nun die Kunst zurĂŒck? Ab 5. September

Mit dem Fall "Fehlende Manuskripte / Der verschwundene Kafka" bewegt sich der Podcast aus dem Milieu der Bildenden Kunst heraus und befasst sich mit dem unvollstĂ€ndigen Werk des berĂŒhmten Schriftstellers. Seit bald 100 Jahren sind immer wieder Kafka-Kenner auf der Suche nach seinen verlorenen Handschriften. Das hat mit Kafkas letzter großen Liebe zu tun - und mit der Gestapo. Liegen die Manuskripte unentdeckt in einer deutschen Behörde? "Tatort Kunst" nimmt gemeinsam mit Expertinnen und Experten die FĂ€hrte auf: Sie fĂŒhrt unter anderem nach Wuppertal, Berlin-Steglitz und ins Bundesarchiv. Ab 19.September

Seit Jahren fordert eine jĂŒdische Familie von der Stadt Hannover ein GemĂ€lde von Lovis Corinth zurĂŒck. Darum geht es im Fall "NS-Vergangenheit / Hannovers dunkles Erbe". Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Stadt das impressionistische Blumenstillleben "Rosen und Wicken" von dem dubiosen Kunstsammler Doebbeke gekauft, zu dessen Quellen auch enteignete Sammlungen von Juden gehört haben. Zu dem Corinth-Werk und dem Ankauf von mehr als 100 weiteren Kunstwerken von Doebbeke fehlen bis heute transparente Informationen, die Hannover geben mĂŒsste. Dann aber werden Dokumente bekannt, die eine Wende in den Fall bringen könnten. Ab 3. Oktober

Auch die Geschichte "US-Beutekunst / Diebische Befreier" fĂŒhrt zurĂŒck in die unmittelbare Nachkriegszeit. Mit dem Abzug der US-Soldaten verschwinden 1945 aus den Kunstsammlungen Weimar 13 Bilder, darunter unschĂ€tzbare Renaissance-Werke. Der Museumsdirektor sucht verzweifelt nach ihnen, aber die deutsch-deutsche Geschichte spielt gegen ihn. Dann taucht in den 90ern in New York erst eines der Bilder wieder auf, dann ein anderes wertvolles GemĂ€lde im Umfeld einer US-Elite-UniversitĂ€t. "Tatort Kunst" ermittelt, warum Befreier zu Dieben wurden, warum es nur wenige Werke zurĂŒck nach Weimar geschafft haben - und ob man jahrzehntelang ausreichend nach ihnen gesucht hat. Ab 17. Oktober

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