Vor 25 Jahren Meilenstein in Schutz und UnterstĂŒtzung gesetzt / JubilĂ€um der DFV-Stiftung Hilfe fĂŒr Helfer / ICE-UnglĂŒck in Eschede war Auslöser
15.05.2025 - 11:27:54Die GrĂŒndung der Stiftung ist eng verbunden mit einer der einschneidendsten Katastrophen in Deutschland: dem ZugunglĂŒck von Eschede. "Durch das schwerste ZugunglĂŒck in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland am 3. Juni 1998 kamen 101 Menschen ums Leben. Der Einsatz wurde von Notfallseelsorgern und Psychologen begleitet. Aus diesem Geschehen heraus ist die Psychosoziale Notfallversorgung, wie wir sie heute kennen, entstanden", erinnert sich der damalige Einsatzleiter Gerd Bakeberg an den Wendepunkt in der systematischen Betreuung von FeuerwehrkrĂ€ften nach traumatisierenden EinsĂ€tzen.
Dieser Einsatz machte deutlich, wie dringend notwendig eine strukturierte UnterstĂŒtzung bei der BewĂ€ltigung seelischer Traumata ist. Der Deutsche Feuerwehrverband erkannte frĂŒhzeitig die Notwendigkeit, hier aktiv zu werden. Mit mehr als 3,5 Millionen EinsĂ€tzen jĂ€hrlich leisten Feuerwehrleute in Deutschland unschĂ€tzbare Hilfe - oft unter extrem belastenden UmstĂ€nden. Doch manchmal reicht die UnterstĂŒtzung nicht aus, und die Helfer selbst benötigen Hilfe.
Aus diesem Bewusstsein heraus entstand die Idee, eine Organisation zu schaffen, die gezielt die psychische Gesundheit der EinsatzkrĂ€fte fördert. "Die Stiftung hat in Sachen Einsatznachsorge Impulse ausgesandt, die positiv aufgenommen wurden. Sie hat durch Begegnung und Zusammenarbeit den Austausch und die feste Etablierung der Nachsorge ermöglicht. Eine stete Weiterentwicklung der Standards und Methoden wird auch in Zukunft Aufgabe der Stiftung sein", resĂŒmiert DFV-EhrenprĂ€sident Gerald SchĂ€uble, in dessen Amtszeit als DFV-PrĂ€sident Anlass und GrĂŒndung der Stiftung fielen. Durch den Einsatz der DaimlerChrysler AG war damals der erforderliche Grundstock zur Finanzierung der Arbeit gelegt worden.
Die Stiftung "Hilfe fĂŒr Helfer" setzt seit ihrer GrĂŒndung auf Prinzipien der "Hilfe zur Selbsthilfe" und verfolgt das Ziel, PrĂ€ventionsmaĂnahmen zu stĂ€rken, qualifizierte Nachsorgeangebote zu entwickeln und die Vernetzung sowie den Erfahrungsaustausch im Bereich der Notfallseelsorge und -psychologie bundesweit zu fördern. "Die Psychosoziale Notfallversorgung ist nun bundesweit etabliert und das Thema ist bei den Feuerwehr-Unfallkassen fest verankert. Es gibt ein flĂ€chendeckendes System von PrĂ€vention bis Nachsorge", erlĂ€utert DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse. "Wir danken allen Partnern, UnterstĂŒtzern und EinsatzkrĂ€ften, die diese wichtige Arbeit möglich gemacht haben. Gemeinsam setzen wir uns weiterhin dafĂŒr ein, dass unsere Helferinnen und Helfer die UnterstĂŒtzung erhalten, die sie verdienen - damit sie auch in den schwierigsten Momenten nicht allein sind", betont Banse.
Informationen zur Stiftung gibt es online unter https://hilfefuerhelfer.de/. Unter https://www.feuerwehrverband.de/spenden/ gibt es die Möglichkeit, die Stiftung ĂŒber eine Paypal-Spendenseite zu unterstĂŒtzen. Alternativ steht fĂŒr Spendenanfragen auch der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stiftung, Rudolf Römer, unter [email protected] zur VerfĂŒgung.
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