RĂ€tsel um Brandursache nach Feuer in Kehler Disco
30.03.2026 - 04:00:08 | dpa.deNach dem Brand in einer GroĂraum-Disco in Kehl versuchen Experten herauszufinden, warum die Flammen am frĂŒhen Sonntagmorgen ausbrechen konnten. Es wird eine komplizierte Suche: Denn das Feuer hat den Club weitgehend zerstört, vor allem der hintere Teil der Halle liegt in Schutt und Asche. Bagger mussten in den Stunden nach dem Ausbruch WĂ€nde der Halle im Industriegebiet einreiĂen, damit die Feuerwehr die letzten Glutnester löschen konnte. Unklar ist auch noch, wie hoch der Schaden ist.
Bei jungen Franzosen sehr beliebt
Der Brand war in den frĂŒhen Morgenstunden in der Disco unweit der französischen Grenze ausgebrochen. Hunderte Feiernde brachten sich rechtzeitig ins Freie, niemand wurde schwerer verletzt. Der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr, David Oster, lobte den Betreiber der Disco: Die Besucherinnen und Besucher seien von den Security-KrĂ€ften koordiniert ĂŒber die drei StraĂen abgeleitet worden.
Auch Kehls OberbĂŒrgermeister Wolfram Britz zeigte sich erleichtert. «Ich bin glĂŒcklich und erleichtert, dass durch den Brand niemand verletzt wurde», sagte er nach einem Besuch am Ort des Brandes.Â
GebÀude nicht mehr zu retten
Mindestens 80 EinsatzkrĂ€fte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mitten in der Nacht zum Sonntag ausgerĂŒckt, wie die Sprecherin der Polizei sagte. Bis zum Nachmittag wurde der gröĂte Teil des GebĂ€udes abgerissen. Nach Angaben der Kehler Feuerwehr war am Abend zunĂ€chst auch eine sechs- bis achtköpfige Brandwache vorgesehen. «Die Feuerwehr wird die Brandstelle ĂŒber die Nacht zum Montag hinweg in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden anfahren», hieĂ es zudem.
Das GebÀude liegt laut Feuerwehr buchstÀblich in Schutt und Asche. «Nachdem das Abrissunternehmen eine Wand der Diskothek geöffnet hatte, damit die Feuerwehr Glutnester ablöschen konnte, zeichnete sich rasch ab, dass das GebÀude nicht mehr zu retten ist», teilte sie mit.
Bislang gibt es keine SchĂ€tzungen zur Höhe des Schadens. Der dĂŒrfte noch höher ausfallen als zunĂ€chst gedacht, weil zum einen eine groĂe Menge Löschwasser in ein NachbargebĂ€ude eindrang. Zum anderen musste die Diskothek bereits in der Nacht vom Strom genommen werden. Davon betroffen war auch eine benachbarte Apotheke. Es lieĂ sich laut Feuerwehr zunĂ€chst nicht abschĂ€tzen, welcher Schaden dort entstanden ist, weil die Medikamente nicht gekĂŒhlt werden konnten.
Brand-Katastrophe von Crans-Montana
Das Feuer weckt Erinnerungen an das Silvester-Inferno von Crans-Montana, das noch immer die Ăffentlichkeit und die Behörden in der Schweiz beschĂ€ftigt. Zum Jahreswechsel brach dort in einer Bar ein verheerender Brand aus, 41 Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt. FunkensprĂŒhende PartyfontĂ€nen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt.
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