Burdas neue Zukunftswette: 120 ThemenkanÀle bei WhatsApp
20.06.2024 - 14:01:07"Wir Publisher haben das schnell als eine Möglichkeit entdeckt", sagt Wagner. Aus ersten Anfangserfahrungen heraus hat sie die Strategie zuletzt stark modifiziert - stĂ€rker weg von KanĂ€len zu den etablierten BurdaForward-Medienmarken wie Focus Online, Chip oder Bunte.de. Mittlerweile bietet das Haus rund 120 spitz positionierte, konkret auf persönliche Nutzerinteressen zugeschnittene ThemenkanĂ€le an. Wie Simone Wagner in Wien berichtet, schneiden bei BurdaForward die Angebote zu Rezepten am besten ab, gefolgt von Liebe und SexualitĂ€t, Sport, Gaming, aber auch von ThemenkanĂ€len zu RĂŒckrufaktionen, die Konsumentinnen und Konsumenten ansprechen.
Bei der Ausgestaltung setzt die BurdaForward-Managerin auf die in der Praxis erprobte Maxime: "Weniger ist mehr", sagt Simone Wagner. "Je mehr Sie posten, desto weniger Follower sammeln Sie", berichtet sie. Die Faustformel bei BurdaForward lautet: Optimal sind fĂŒnf knapp gehaltene, möglichst exklusive Posts pro Woche, maximal drei pro Tag. AuĂerdem empfiehlt sie, engmaschig auf die Spezialinteressen der User einzugehen, etwa im Bereich Gaming. Zudem hat sich das Prinzip "Evergreens vor News" bewĂ€hrt. "Wenn wir Postings machen, werden sie auch Tage spĂ€ter noch gelesen", so Wagner.
Mittlerweile hat BurdaForward auf seinen WhatsApp-ThemenkanĂ€len 2,2 Millionen Follower, die zu 1,2 Millionen Clicks pro Monat fĂŒhren. Eigene Untersuchungen zeigen, dass es sich dabei um neue User handeln, "die wir mit unseren alten Angeboten nicht erreichen", so Wagner. Das Durchschnittsalter der Nutzer liege zwischen 16 und 24 Jahren.
Auch der wirtschaftlicher Erfolg stellt sich inzwischen ein. Von ersten Werbekunden, die sich etwa fĂŒr das Sponsoring einzelner ThemenkanĂ€le interessieren, berichtet Simone Wagner in Wien. Das Ziel der Werbewirtschaft ist, Leserinnen und Leser im Privatumfeld erreichen. "Es ist eine Zukunftswette", sagt sie ĂŒber das neue GeschĂ€ftsfeld. "Wir hoffen darauf, dass das ein Thema ist - und auch bleibt." Der gesamten Publisher-Branche wĂ€re mit einem vielversprechenden neuen Inhalte-Ausspielkanal sehr gedient.
Der European Publishing Congress richtet sich an FĂŒhrungskrĂ€fte aus den Bereichen Redaktion, Digital, Design und Management. Er wird von Readly, dem Verband Ăsterreichischer Zeitungen (VĂZ) und dem Land Niederösterreich unterstĂŒtzt. Weitere Infos: https://www.publishing-congress.com
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