ZDF erlÀsst strengere Regeln bei der Beauftragung von Dienstleistern in Krisenregionen
12.12.2025 - 12:36:12Um die Transparenz in Regionen zu erhöhen, in denen die Berichterstattung mit erheblichen Risiken verbunden ist, werden vor jeder Beauftragung von Dienstleistern nicht nur die QualitĂ€t und ZuverlĂ€ssigkeit der Firmen, sondern auch deren Mitarbeitende ĂŒberprĂŒft. Dazu zĂ€hlen neben SelbstauskĂŒnften und VerpflichtungserklĂ€rungen auch die Vorlage von Zeugnissen, LebenslĂ€ufen und Referenzen. Auch Social-Media-Profile werden gecheckt. ZusĂ€tzlich wird ein Konzept fĂŒr systematische Background-Checks erarbeitet, bei denen auch externe Experten einbezogen werden, um Risiken kĂŒnftig noch besser zu begegnen.
ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten: "Das ZDF steht fĂŒr verlĂ€ssliche Information. Das gilt auch dort, wo der Zugang zu Fakten schwierig und mitunter gefĂ€hrlich ist. UnabhĂ€ngige Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten erfordert aber nicht nur Mut, sondern auch klare Regeln fĂŒr die Zusammenarbeit mit Dritten. Die StĂ€rkung der Compliance-Standards zeigt, dass wir diese Verantwortung ernst nehmen."
Nachdem die israelische Armee Dokumente vorgelegt hatte, die nach ExperteneinschĂ€tzung eine Mitgliedschaft des getöteten Technikers des Dienstleisters PMP in der Terrororganisation belegen, hatte das ZDF die Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma eingestellt und intensive Recherchen zur AufklĂ€rung durchgefĂŒhrt. Dabei haben sich keine Anhaltspunkte dafĂŒr ergeben, dass weitere Mitarbeiter von PMP Hamas-Mitglieder sein könnten. Im Rahmen der Aufarbeitung wurde auch bestĂ€tigt, dass eine unabhĂ€ngige Berichterstattung durch das Studio Tel Aviv in der Vergangenheit durchgĂ€ngig gewĂ€hrleistet war. Die redaktionelle Hoheit lag zu jeder Zeit beim Studio in Tel Aviv und den Senderedaktionen in Mainz.
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