Alaska, Beringmeer

15-Jähriger treibt tagelang im Beringmeer – zwei Männer sterben

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 17:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein 15-Jähriger ist nach tagelanger Suche lebend aus dem Beringmeer gerettet worden. Zwei weitere Insassen eines gekenterten Fischerboots kamen nur noch tot an Land.

Der 15-Jährige harrte tageland auf dem gekenterten Fischerboot aus, bis er gerettet wurde. (Symbolbild) - Bild: Joshua A. Bickel/AP/dpa
Der 15-Jährige harrte tageland auf dem gekenterten Fischerboot aus, bis er gerettet wurde. (Symbolbild) - Bild: Joshua A. Bickel/AP/dpa

Nach tagelanger Suche nach Vermissten auf einem Fischerboot haben Einsatzkräfte in Alaska einen 15-Jährigen lebend aus dem Beringmeer gerettet.

Suche nach Vermissten

Der Jugendliche sei stark unterkühlt und auf dem gekenterten Boot sitzend aufgefunden worden, teilte die örtliche Küstenwache mit. Zwei weitere Bootsinsassen Mitte 30 seien nur noch tot geborgen worden.

Boot kehrte nicht wie geplant zurück

Die Gruppe sei am Freitag zu einer Tour aufgebrochen. Alarm ausgelöst worden sei, nachdem die drei Männer und der Teenager nicht wie geplant am Sonntag zurückgekehrt seien.

Wetter erschwerte den Einsatz

Die Suche habe wegen schwieriger Wetterbedingungen erst am Montag beginnen können. Eine Flugzeugbesatzung der Küstenwache habe den 15-Jährigen schließlich entdeckt, Rettungsfloß und Überlebensausrüstung abgeworfen und die Stelle mit Leuchtsignalen markiert.

Ein Schiff in der Nähe habe den Jugendlichen anschließend aufgenommen. Nach Angaben aus den Berichten seien die beiden Toten ein Bruder und ein Cousin des Überlebenden gewesen.

Einordnung

Der Fall zeigt die enorme Gefährdungslage kleiner Boote in der abgelegenen Beringmeer-Region Alaskas. Schon kurze Verzögerungen bei Wetterumschwung, Sichtverlust und Kälte können dort lebensbedrohlich werden, weil Rettungseinsätze über große Distanzen und oft unter schwierigen Bedingungen laufen.

Dass ein 15-Jähriger lebend geborgen wurde, während zwei weitere Insassen starben, unterstreicht die besondere Härte solcher Notlagen. Für Familien und Küstengemeinden in Alaska ist das zugleich ein vertrautes Risiko: Fischerei, Überfahrten und private Bootstouren gehören zum Alltag, treffen aber auf ein Umfeld, in dem See- und Wetterbedingungen schnell kippen können.

Der Vorfall dürfte deshalb auch über den Einzelfall hinaus Aufmerksamkeit erhalten. Er macht deutlich, wie wichtig Ausrüstung, Meldewege und rasche Alarmierung sind, wenn Boote nicht wie geplant zurückkehren. Gerade in entlegenen Gewässern kann selbst ein kleiner Zeitverlust darüber entscheiden, ob eine Suchaktion noch Leben rettet oder nur noch die Bergung gelingt.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70088283 |