Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Millionen-Coup von Gelsenkirchen: 120 zusÀtzliche Ermittler

Veröffentlicht am: 22.01.2026 um 15:16 Uhr | dpa.de

30.000 GegenstÀnde gesichtet, Tausende Stunden Videomaterial: Die Polizei ermittelt im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr.

  • Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild) - Bild: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa
    Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild) - Bild: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa
  • Innenminister Herbert Reul besichtigte den Tatort. (Archivbild) - Bild: Henning Kaiser/dpa
    Innenminister Herbert Reul besichtigte den Tatort. (Archivbild) - Bild: Henning Kaiser/dpa
Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild) - Bild: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa Innenminister Herbert Reul besichtigte den Tatort. (Archivbild) - Bild: Henning Kaiser/dpa

Nach dem Millionen-Coup von Gelsenkirchen hat die Polizei die Zahl der Ermittler um 120 auf 350 aufgestockt. Ermittelt werde im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr - sieben Tagen die Woche, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Innenausschuss des Landtags. Inzwischen seien 30.000 GegenstÀnde gesichtet und dokumentiert worden. Zudem seien mehrere 1.000 Stunden Videomaterial sichergestellt worden.

Die TĂ€ter hĂ€tten auch Wertsachen zurĂŒckgelassen, es sei nicht alles weg, sagte Reul. Er bestĂ€tigte, dass der Schließmechanismus einer VerbindungstĂŒr zwischen Parkhaus und Bankfiliale manipuliert und ein Bewegungsmelder dahinter abgeklebt war. Die Polizei habe fĂŒr die Ermittlungen inzwischen ein GebĂ€ude angemietet.

Reul hatte am Mittwoch den Tatort besichtigt und sich vor Ort ĂŒber den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) namens «Bohrer» ist damit beschĂ€ftigt, die TĂ€ter zu ermitteln. Von einem Archivraum aus hatten sie ein großes Loch in den Tresorraum gebohrt. Am Mittwochabend hatte die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» einen Fahndungsaufruf veröffentlicht, auf den Dutzende Hinweis eingingen.

Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die TĂ€ter mehrere Sicherheitssysteme ĂŒberwunden: Im Tresorraum der Sparkassen-Filiale rĂ€umten sie rund 3.100 KundenschließfĂ€cher aus, ohne den Einbruchalarm der Bank auszulösen. Es dĂŒrfte sich um einen der grĂ¶ĂŸten KriminalfĂ€lle in der Geschichte des Landes NRW handeln. Die Höhe der Beute ist unklar. SchĂ€tzungen variierten zwischen einem zwei- und einem dreistelligen Millionenbetrag.

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