Niederlande, Nordrhein-Westfalen

32 MordverdÀchtige nach Attacke in niederlÀndischem Dorf

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 13:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vermummt und schwer bewaffnet zieht eine Bande nachts durch das Dorf Overasselt. Ein Mann wird getötet, zwei Polizisten werden schwer verletzt. Die mutmaßlichen TĂ€ter kommen aus sechs LĂ€ndern.

Die SchĂŒsse in dem Dorf Overasselt fielen am Dienstag. (Archivbild) - Bild: Avcam/Presseagentur Heitink/ANP/dpa
Die SchĂŒsse in dem Dorf Overasselt fielen am Dienstag. (Archivbild) - Bild: Avcam/Presseagentur Heitink/ANP/dpa

Nach dem tödlichen Gewaltakt im niederlĂ€ndischen Dorf Overasselt nahe der deutschen Grenze stehen 32 Personen unter Mordverdacht. Sie werden dem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Alle VerdĂ€chtigen wĂŒrden zunĂ€chst als Bande beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Am Dienstagmorgen gegen 4.00 Uhr waren mehr als 30 vermummte und zum Teil schwer bewaffnete Personen zu einem Haus gezogen. Dort wurde im Anschluss ein PersonenschĂŒtzer ermordet. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen. Spezialeinheiten der Polizei machten anschließend stundenlang Jagd auf die VerdĂ€chtigen. Das Dorf bei Nimwegen wurde abgeriegelt. 

34 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt, darunter Kalaschnikows. Zwei Personen wurden vorlÀufig freigelassen. Die Attacke schockierte die NiederlÀnder und wurde von Politikern verurteilt. 

Mutmaßlicher Drogenkrimineller im Visier der Bande 

Hintergrund der Gewalt ist nach Medienberichten ein Konflikt von Drogenbanden um eine Lieferung von Kokain. Ziel des Anschlages soll der 28 Jahre alte Jan G. sein, der in dem Haus in dem Dorf gemeinsam mit seiner Familie wohnt. Er war in diesem Jahr wegen Drogendelikten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Berufung durfte er in Freiheit abwarten. 

Das Haus war bereits zweimal Ziel eines Anschlages gewesen. Nun darf auf Behördenanordnung hin ein Jahr lang niemand dort wohnen. 

Auch zwei MinderjÀhrige 

Die VerdÀchtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 16 und 32 Jahre alt. 16 kommen aus Frankreich, 11 sind NiederlÀnder, zwei Algerier, einer stammt aus Libyen, einer aus der Ukraine und einer aus Belgien. Sie stehen auch unter Verdacht des Mordversuches in Bezug auf die beiden Polizisten, beziehungsweise Beihilfe dazu, sowie versuchte Freiheitsberaubung.

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