Singapur, SĂŒdafrika

Singapur stoppt bisher grĂ¶ĂŸten Schmuggel mit Nashorn-Horn

19.11.2025 - 11:32:01

35,7 Kilo Nashorn-Horn, getarnt als «Möbelzubehör» – wie ein scharfer Geruch am Flughafen Changi einen Rekordschmuggel auffliegen ließ.

  • Die Hörner von Nashörnern sind heiß begehrt - vor allem in Asien. - Foto: Kristin Palitza/dpa

    Kristin Palitza/dpa

  • Eine Mitarbeiterin des National Parks Board (NParks) zeigt die 20 beschlagnahmten Nashorn-Hörner in Singapurs Zentrum fĂŒr Wildtier-Forensik. - Foto: Then Chih Wey/XinHua/dpa

    Then Chih Wey/XinHua/dpa

Die Hörner von Nashörnern sind heiß begehrt - vor allem in Asien. - Foto: Kristin Palitza/dpaEine Mitarbeiterin des National Parks Board (NParks) zeigt die 20 beschlagnahmten Nashorn-Hörner in Singapurs Zentrum fĂŒr Wildtier-Forensik. - Foto: Then Chih Wey/XinHua/dpa

In Singapur haben die Behörden den Schmuggel von 20 Nashorn-Hörnern mit einem Gesamtgewicht von 35,7 Kilogramm verhindert. Es handle sich um den bislang grĂ¶ĂŸten Fund dieser Art in dem sĂŒdostasiatischen Stadtstaat, teilte die Behörde fĂŒr Parks und Naturschutz (National Parks Board) mit. 

Die am Flughafen Changi konfiszierten Hörner stammten von Breitmaulnashörnern aus SĂŒdafrika und seien bereits am 8. November beschlagnahmt worden. Sie seien in einer Lieferung versteckt gewesen, die nach Laos geliefert werden sollte. Deklariert war die Sendung als «Möbelzubehör». Der zustĂ€ndige Frachtabfertiger habe das Paket wegen eines starken Geruchs als verdĂ€chtig eingestuft, hieß es weiter. Der Wert der Hörner wird auf umgerechnet 750.000 Euro geschĂ€tzt.

In dem Paket seien außerdem «etwa 150 Kilogramm anderer Tierteile entdeckt und sichergestellt» worden, darunter Knochen, ZĂ€hne und Krallen bislang nicht identifizierter Tiere. 

Verwendung in der chinesischen Medizin

Teile von Nashörnern werden hĂ€ufig in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. «Den Nashörnern wird zum VerhĂ€ngnis, dass in Teilen Asiens dem pulverisierten Horn fiebersenkende, entgiftende, krampflösende und seit neuestem auch krebsheilende Wirkung zugesprochen wird», heißt es auf der Webseite des WWF. «Wissenschaftlich ist das Humbug.» In freier Wildbahn gibt es der Naturschutzorganisation zufolge heute nur noch etwa 15.700 Exemplare.

Der Handel mit Nashorn-Horn ist durch das Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommen Cites verboten, dem Singapur angehört. «Illegaler Handel mit Wildtieren bedroht das Überleben gefĂ€hrdeter Arten und treibt die Zerstörung von LebensrĂ€umen und den Verlust der biologischen Vielfalt weltweit voran», sagte eine Behördensprecherin.

@ dpa.de