Wacken weitgehend trocken, Nature One mit Schlamm
04.08.2024 - 15:33:21 | dpa.deNach vier Tagen ist das 33. Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken Geschichte - und auch das Elektro- und Techno-Festival Nature One in Kastellaun (Rheinland-Pfalz) ist zu Ende. Das Wetter spielte den Metalheads aus vielen Teilen der Welt diesmal meist in die Karten. Anders beim Nature One: Der Campingplatz war durch Unwetter und Starkregen so stark ĂŒberschwemmt und beschĂ€digt worden, dass er fast zur HĂ€lfe nicht mehr nutzbar war. Am Freitagmorgen musste ein Anreisestopp verhĂ€ngt werden. Nur noch fĂŒr Tagesbesucher war der Zutritt möglich.Â
In Wacken richten sich die Blicke der Metalfans bereits auf 2025. Noch am Sonntagabend sollte der Vorverkauf online starten. Erwartet werden dann (30.7. bis 2.8.25) unter anderem die französische Band Gojira, die US-Rocker Papa Roach, Machine Head und Apocalyptica.
Preise fĂŒr Wacken sollen 2025 stabil bleiben
Die Ticketpreise bleiben 2025 mit 333 Euro stabil. Allerdings sind kĂŒnftig pro Fahrzeug 33 Euro extra fĂ€llig, fĂŒr gröĂere GefĂ€hrte wie etwa Wohnmobile ab 3,5 Tonnen 66 Euro.Â
Die 85.000 Karten fĂŒr diesen Sommer waren binnen viereinhalb Stunden vergriffen gewesen. Seit Mittwoch standen auf den Wiesen des 2.000-Seelen-Dorfes vier Tage lang dröhnende BĂ€sse, kreischende Gitarren und gewaltige Trommel-Einlagen im Mittelpunkt. Erst wenige Stunden vor Schluss gab es einen zwar krĂ€ftigen, aber nicht langen Regen.
Am Freitagabend hatten unter anderem die US-Band Korn und Gene Simmons gespielt. Der ehemalige SĂ€nger und Bassist bei Kiss ist nun mit seiner Solo-Band unterwegs. Am Samstag spielten unter anderem Amon Amarth. Aber auch die Scorpions und Accept waren dabei.Â
Die Anreise lief im Gegensatz zu 2023, als es wegen schlammiger PlatzverhĂ€ltnisse nur 61.000 Fans auf die CampingflĂ€chen schafften, glatt. Der Leiter der Polizeidirektion Itzehoe lobte das neue System verschiedener Routen und einem zusĂ€tzlichen Anreisetag. «Es gab keinerlei Wacken-Feeling auf der StraĂe, weil es keine Staus mehr gab.»
FĂŒr einen Aufreger sorgte der Brand eines Merchandising-Zeltes am frĂŒhen Dienstagmorgen, der auf Autos und Zelte ĂŒbergriff. Weil sie rechtsradikale Parolen gegrölt haben sollen, mussten zwei Besucher das W:O:A vorzeitig verlassen. Ein Zeuge hatte die Polizei informiert.
Im HunsrĂŒck beim Nature One feierten zwischen Donnerstag und SonntagfrĂŒh etwa 50.000 Menschen zur Musik von KĂŒnstlern wie Lilly Palmer, Sara Landy oder Alle Farben. Es hĂ€tten mehr sein sollen, aber 10.000 weitere Menschen konnten trotz Tickets nicht aufs GelĂ€nde wegen des Schlamms.Â
Auf solche Wetterlagen möchte sich der Veranstalter kĂŒnftig besser vorbereiten. «Denn Extremwetterereignisse werden zur neuen NormalitĂ€t. Darauf mĂŒssen wir das Anreise- und Campingkonzept noch stĂ€rker anpassen», sagte ein Sprecher des Organisators.
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