Extremwetter, Regen

Verletzte nach heftigen Unwettern im SĂŒden und Westen

Veröffentlicht am: 12.07.2023 um 15:03 Uhr | dpa.de

Abgedeckte DĂ€cher, unterbrochene Bahnstrecken und mehrere teils schwer Verletzte: In Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und im Saarland sind die Auswirkungen der schweren Gewitterfront zu spĂŒren.

  • Eine heraufziehende Gewitterfront ĂŒber Konstanz. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa
    Eine heraufziehende Gewitterfront ĂŒber Konstanz. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa
  • Feuerwehrleute beseitigen einen Baum, der im baden-wĂŒrttembergischen Ravensburg auf ein Auto gestĂŒrzt ist. - Bild: David Pichler/dpa
    Feuerwehrleute beseitigen einen Baum, der im baden-wĂŒrttembergischen Ravensburg auf ein Auto gestĂŒrzt ist. - Bild: David Pichler/dpa
  • Auch im bayerischen Unering rĂŒckte die Feuerwehr aus. - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Auch im bayerischen Unering rĂŒckte die Feuerwehr aus. - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • EinsatzkrĂ€fte des THW begutachten SchĂ€den an einem Haus im saarlĂ€ndischen Asweiler. - Bild: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa
    EinsatzkrÀfte des THW begutachten SchÀden an einem Haus im saarlÀndischen Asweiler. - Bild: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa
  • Ein schwer beschĂ€digtes Haus, dessen Dach von einem Sturm abgedeckt wurde,  in Asweiler im Saarland. - Bild: Harald Tittel/dpa
    Ein schwer beschÀdigtes Haus, dessen Dach von einem Sturm abgedeckt wurde, in Asweiler im Saarland. - Bild: Harald Tittel/dpa
  • EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr pumpen nach einem Unwetter einen Keller in Veringenstadt leer. - Bild: Thomas Warnack/dpa
    EinsatzkrÀfte der Feuerwehr pumpen nach einem Unwetter einen Keller in Veringenstadt leer. - Bild: Thomas Warnack/dpa
  • Große Äste liegen am Tag nach dem Sturm in Asweiler im Saarland am Boden. - Bild: Harald Tittel/dpa
    Große Äste liegen am Tag nach dem Sturm in Asweiler im Saarland am Boden. - Bild: Harald Tittel/dpa
Eine heraufziehende Gewitterfront ĂŒber Konstanz. - Bild: Sebastian Gollnow/dpa Feuerwehrleute beseitigen einen Baum, der im baden-wĂŒrttembergischen Ravensburg auf ein Auto gestĂŒrzt ist. - Bild: David Pichler/dpa Auch im bayerischen Unering rĂŒckte die Feuerwehr aus. - Bild: Peter Kneffel/dpa EinsatzkrĂ€fte des THW begutachten SchĂ€den an einem Haus im saarlĂ€ndischen Asweiler. - Bild: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa Ein schwer beschĂ€digtes Haus, dessen Dach von einem Sturm abgedeckt wurde,  in Asweiler im Saarland. - Bild: Harald Tittel/dpa EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr pumpen nach einem Unwetter einen Keller in Veringenstadt leer. - Bild: Thomas Warnack/dpa Große Äste liegen am Tag nach dem Sturm in Asweiler im Saarland am Boden. - Bild: Harald Tittel/dpa

Bei schweren Gewittern in Baden-WĂŒrttemberg, dem Saarland und Bayern sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Besonders im Saarland entwickelte der Sturm zerstörerische Kraft: In dem kleinen Ort Asweiler in der Gemeinde Freisen wurden rund 50 HĂ€user beschĂ€digt. Die DĂ€cher mehrerer GebĂ€ude seien abgedeckt worden, in zwei FĂ€llen seien ganze DĂ€cher inklusive Dachstuhl weggeflogen.

«Ich bin mir sicher, dass es ein Tornado war», sagte der Leiter des Katastrophenschutzamtes St. Wendel, Dirk SchĂ€fer. Das Schadensbild deute darauf hin. Dem Meteorologen Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge ist nicht auszuschließen, dass es ein Tornado war. FĂŒr eine Diagnose brĂ€uchte es jedoch Videos, Bilder oder Berichte von Augenzeugen.

Menschen wurden im saarlÀndischen Asweiler nicht verletzt. Anders in Bayern: In Biessenhofen bei Marktoberdorf zerlegte eine Windböe ein Zirkuszelt, das zwei 25 und 33 Jahre alte Frauen gerade absichern wollten. Die Frauen kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Nahe Olching krachte ein entwurzelter Baum auf einen Wohnwagen, dadurch wurde ein 60-JÀhriger schwer verletzt.

Eiche fÀllt auf Wohnwagen

Auch in Baden-WĂŒrttemberg wurden mehrere Menschen verletzt. So fiel etwa auf einem Campingplatz in Allensbach am Bodensee eine 70 Zentimeter dicke Eiche auf den Wohnwagen einer Familie - die drei Insassen und eine 30 Jahre alte Camperin kamen ins Krankenhaus. Im Landkreis Ravensburg wurde ein 53 Jahre alter Rollerfahrer lebensgefĂ€hrlich verletzt, nachdem sein Fahrzeug mit einem auf der Straße liegenden Baum zusammengestoßen war. Eine 81-JĂ€hrige stĂŒrzte in Moos/Iznang durch den Dachboden, als sie vom Sturm gelöste Ziegel wieder befestigen wollte. Auch sie kam in ein Krankenhaus.

Wegen des Unwetters kam es noch am Mittwoch auf einigen Bahnstrecken zu BeeintrĂ€chtigungen. «Bitte rechnen Sie mit VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen», hieß es bei der Bahn. So sollte im Fernverkehr die Strecke MĂŒnchen-Augsburg-Ulm bis in die Abendstunden gesperrt sein. Auch die ICE-ZĂŒge von MĂŒnchen Richtung Stuttgart konnten nicht fahren, die Bahnen wurden ĂŒber NĂŒrnberg umgeleitet. Die Fernverkehrsstrecke von MĂŒnchen ĂŒber Lindau am Bodensee bis in die Schweiz war zunĂ€chst ebenfalls nicht mehr nutzbar. Die DB kĂŒndigte an, dass die Reparaturen an den beiden Fernstrecken bis zum Mittwochabend andauern könnten.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Sowohl in Baden-WĂŒrttemberg als auch in Bayern sorgten herabgefallene Äste, umgestĂŒrzte BĂ€ume und BlitzeinschlĂ€ge in HĂ€user fĂŒr einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Zehntausende Haushalte in Bayern hatten nach dem Unwetter keinen Strom mehr. Betroffen war das Netz der Bayernwerk Netz GmbH in den Regionen Oberbayern und Ostbayern, berichtete das Unternehmen. Grund fĂŒr die AusfĂ€lle waren BlitzeinschlĂ€ge in mehrere Umspannwerke.

Die Meteorologen des DWD warnten auch fĂŒr Mittwoch noch einmal vor dem Risiko von neuen Gewittern - vor allem sĂŒdlich der Alb. In den kommenden Tagen soll sich das Wetter dann zunĂ€chst beruhigen. Der Deutsche Wetterdienst kĂŒndigte bis zum Wochenende sommerliches Wetter mit einzelnen Schauern und Temperaturen um die 30 Grad an - und damit steigt auch wieder das Gewitterrisiko.

Auch ĂŒber die benachbarte Schweiz zog eine schwere Sturm- und Gewitterfront. Wetterdienste meldeten bis zum Mittwochmorgen Zehntausende Blitze. SRF Meteo sprach von mehr als 70 000 Blitzen im ganzen Land, Meteonews Schweiz von mehr als 50 000. Im Kanton Freiburg wurde eine Frau vom Blitz getroffen und schwer verletzt.

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