Ätna, Catania

Ätna Aschewolke Catania Flughafen: Ätna-Aschewolke legt Flughafen Catania lahm und stoppt Flüge über Sizilien

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 13:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine neue Aschewolke des Vulkans Ätna legt den Flughafen von Catania erneut lahm und sorgt für zahlreiche Flugausfälle auf Sizilien. Die Behörden haben das Flugverbot bis zum Abend aus Sicherheitsgründen verlängert.

Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. (Archivbild)  - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa
Der Ätna ist der aktivste Vulkan Europas. (Archivbild) - Bild: Giuseppe Distefano/AP/dpa

Eine neue Aschewolke des Vulkans Ätna hat den Flughafen der sizilianischen Stadt Catania weiter lahmgelegt und den Flugverkehr über der Insel erheblich eingeschränkt.

Flugverbot bis 22:00 Uhr verlängert

Die Behörden haben alle Starts und Landungen in der Nähe der rund 300.000 Einwohner zählenden Stadt Catania bis 22:00 Uhr abgesagt. Seit Montag fielen bereits mehrere Dutzend Flüge aus, darunter zahlreiche internationale Verbindungen. Ursprünglich waren Streichungen nur bis 14:30 Uhr vorgesehen, nun wurde das Flugverbot aus Sicherheitsgründen deutlich verlängert.

Ätna schleudert erneut viel Asche in die Atmosphäre

Europas aktivster Vulkan stößt seit Sonntag wieder massiv Asche aus. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie erreicht die Aschewolke derzeit eine Höhe von rund vier Kilometern. Für den Flugverkehr gilt wie bereits im vergangenen Monat die höchste von vier Warnstufen, die Stufe rot. Sie steht für eine Eruption mit erheblichem Ausstoß von Asche, die unmittelbar bevorsteht oder bereits im Gang ist.

Belastung für Urlauber und Airlines

Wie lange die Einschränkungen im Luftverkehr anhalten werden, ist offen. Der Flughafen von Catania wird von vielen Ausländern genutzt, die ihren Urlaub auf Italiens größter Mittelmeerinsel verbringen. Schon jetzt müssen Passagiere mit Verspätungen, Umbuchungen und gestrichenen Verbindungen rechnen.

Erfahrungen aus dem Augustausbruch

Bereits im August war der Ätna ausgebrochen und hatte den Flugverkehr über Sizilien unterbrochen. Damals dauerte es mehr als eine Woche, bis der Alarm wieder aufgehoben wurde und die Maschinen planmäßig starten und landen konnten. In der Hauptreisezeit fielen Hunderte Flüge aus, betroffen waren mehr als 100.000 Urlauber, darunter viele aus Deutschland.

Aschewolke reicht weit über den Mittelmeerraum hinaus

Bei dem Ausbruch im August wurde die Aschewolke bis über das Mittelmeer hinausgetragen und erreichte unter anderem die Insel Malta und sogar Teile Libyens. Der mehr als 3.300 Meter hohe Ätna bricht regelmäßig aus und wird von Fachleuten kontinuierlich überwacht, um frühzeitig auf Veränderungen seiner Aktivität reagieren zu können.

Aktuelle Lage für Reisende nach Sizilien

Die Sperrung des Flughafens Catania wegen der Aschewolke des Ätna trifft eine zentrale Verkehrsdrehscheibe auf Sizilien. Viele Urlauber und Geschäftsreisende erreichen die Ostküste der Insel über diesen Flughafen, alternative Airports wie Palermo oder Comiso liegen teils mehrere Stunden Fahrzeit entfernt. Für Reisende bedeutet dies, dass Umbuchungen, längere An- und Abreisen oder sogar kurzfristige Reiseabbrüche möglich sind. Airlines passen ihre Flugpläne in solchen Situationen häufig innerhalb weniger Stunden an, wobei Priorität auf Sicherheit und der Einhaltung der Luftfahrtnormen liegt.

Vulkanische Aktivität und Sicherheitsstandards

Die Ausrufung der höchsten Warnstufe rot für den Luftverkehr zeigt, wie eng vulkanologische Beobachtung und Flugsicherheit miteinander verzahnt sind. Das Institut für Geophysik und Vulkanologie überwacht den Ätna kontinuierlich und liefert Daten zu Ascheausstoß, Höhe der Wolke und Windrichtung. Auf dieser Grundlage entscheiden Luftfahrtbehörden und Flugsicherung, ob und welche Lufträume gesperrt werden. Aschepartikel können Triebwerke beschädigen, Instrumente stören und die Sicht beeinträchtigen, weshalb selbst bei unsicherer Lage vorsorglich Flüge gestrichen werden. Die jetzt gemeldete vier Kilometer hohe Aschewolke verdeutlicht das Ausmaß der aktuellen Eruption.

Wirtschaftliche und touristische Folgen

Für die Tourismusbranche auf Sizilien haben längere Sperrungen spürbare Folgen. Hotels und Reiseveranstalter müssen mit Stornierungen und Verzögerungen umgehen, gleichzeitig verlängern sich Aufenthalte unfreiwillig, wenn Rückflüge entfallen. Die Erfahrung aus dem August, als mehr als eine Woche lang Warnstufe rot galt und Hunderttausende Reisende betroffen waren, zeigt, dass sich derartige Ereignisse rasch zu einer Belastung für regionale Wirtschaft und Infrastruktur entwickeln können. Zugleich gehört die Aktivität des Ätna zur Realität der Region, sodass lokale Behörden und Unternehmen Notfallpläne und Informationsketten etabliert haben, um auf erneute Ausbrüche vorbereitet zu sein.

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