Ätna Aschewolke Catania Flugverbot: Ätna-Aschewolke legt Flughafen Catania bis zum Abend lahm
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 13:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Flughafen der sizilianischen Stadt Catania bleibt wegen einer neuen Aschewolke des Vulkans Ätna bis zum Abend für den Flugverkehr gesperrt.
Flugverbot bis 22:00 Uhr verlängert
Die Behörden haben alle Starts und Landungen in der Nähe der rund 300.000 Einwohner zählenden Stadt Catania bis 22:00 Uhr abgesagt. Bereits seit Montag fallen mehrere Dutzend Flüge aus, darunter zahlreiche internationale Verbindungen. Zunächst waren die Einschränkungen nur bis 14:30 Uhr angekündigt worden, der Flughafen verlängerte das Flugverbot nun bis zum Abend.
Ätna stößt seit Sonntag Asche aus
Europas aktivster Vulkan Ätna stößt nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie seit Sonntag wieder massiv Asche aus. Die Aschewolke erreicht demnach eine Höhe von rund vier Kilometern. Für den Flugverkehr gilt aktuell wie bereits im vergangenen Monat Warnstufe rot, die höchste von vier Stufen. Sie steht für eine Eruption mit erheblichem Ascheausstoß, die unmittelbar bevorsteht oder bereits im Gang ist. Wie lange dieser Zustand anhalten wird, ist derzeit offen.
Belastung fĂĽr Urlauber und Tourismus
Der Flughafen von Catania wird von zahlreichen Auslandsreisenden genutzt, die auf Italiens größter Mittelmeerinsel Urlaub machen wollen. Schon im August hatten anhaltende Ascheemissionen des Ätna mehr als eine Woche lang zu Alarm geführt. Damals fielen mitten in der Hauptreisezeit Hunderte Flüge aus, betroffen waren mehr als 100.000 Urlauber, darunter viele aus Deutschland.
Regelmäßige Ausbrüche des Vulkans
Die Aschewolke wurde im August auch über das Mittelmeer bis zur Insel Malta und sogar bis nach Libyen getragen. Der mehr als 3.300 Meter hohe Ätna bricht regelmäßig aus und wird von Fachleuten kontinuierlich überwacht. Auch die aktuelle Aktivität steht in dieser Reihe wiederkehrender Ausbrüche, die die Region rund um Catania in kurzen Abständen vor Herausforderungen stellt.
Vulkanische Aktivität und Luftverkehr
Die erneute Sperrung des Flughafens Catania zeigt, wie stark der Luftverkehr von vulkanischen Prozessen abhängig ist. Aschewolken wie jene des Ätna können Triebwerke beschädigen, Sensoren stören und die Sicht im Anflugbereich erheblich einschränken. Deshalb greifen Behörden auf Sizilien und die Flugsicherung konsequent zu Sperrungen, sobald die höchste Warnstufe ausgerufen ist. Die Entscheidung richtet sich nicht nur nach der Höhe der Aschewolke, sondern auch nach Windrichtung, Dichte der Partikel und der Lage der Flugrouten im Umfeld des Vulkans.
Tourismusregion unter Druck
Catania ist ein zentraler Zugangspunkt für den Tourismus auf Sizilien. Wenn – wie jetzt erneut – zahlreiche internationale Verbindungen ausfallen, betrifft das sowohl Urlauber als auch die lokale Wirtschaft. Hotels, Mietwagenanbieter und Reiseveranstalter müssen flexibel reagieren, Umbuchungen organisieren und Gäste länger unterbringen. Für Reisende bedeutet die Lage, dass sie mit Verzögerungen, Umleitungen auf andere Flughäfen der Region oder dem Ausweichen auf Schiffsverbindungen rechnen müssen. Die Erfahrung aus früheren Sperrungen hilft den lokalen Akteuren, Notfallpläne anzuwenden und den Betrieb soweit möglich aufrechtzuerhalten.
Kontinuität der Überwachung und offene Perspektiven
Der Ätna gehört zu den bestüberwachten Vulkanen Europas, dennoch lassen sich Dauer und Intensität einer einzelnen Ascheepisode nicht exakt vorhersagen. Die Warnstufe rot steht für eine fortgesetzte oder unmittelbar bevorstehende Eruption mit starkem Ascheausstoß, ohne dass ein konkretes Enddatum genannt werden kann. Für die Bevölkerung auf Sizilien ist die Aktivität des Ätna ein vertrauter Teil des Alltags, zugleich bleibt jede Phase erhöhter Aktivität ein Belastungstest für Infrastruktur und Krisenmanagement. Wie lange die aktuellen Einschränkungen am Flughafen Catania anhalten, hängt letztlich von der weiteren Entwicklung am Vulkan und von der Bewertung der Fachbehörden ab.
