Deal, Prozess

Deal im Prozess gegen Alfons Schuhbeck

24.06.2025 - 12:30:39 | dpa.de

Alfons Schuhbeck verlor sein Gastro-Imperium und landete im GefÀngnis. Jetzt hat ein neuer Prozess gegen ihn begonnen - und der könnte schneller enden als gedacht.

  • In der Justizvollzugsanstalt Andechs-Rothenfeld saß Schuhbeck zuletzt ein. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    In der Justizvollzugsanstalt Andechs-Rothenfeld saß Schuhbeck zuletzt ein. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Schuhbeck mit seinem Anwalt Norbert Scharf. - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Schuhbeck mit seinem Anwalt Norbert Scharf. - Foto: Peter Kneffel/dpa
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Star-Koch Alfons Schuhbeck hat im neuen Prozess gegen ihn ein GestĂ€ndnis abgelegt. Der 76-JĂ€hrige rĂ€umte vor dem Landgericht MĂŒnchen I die VorwĂŒrfe der Insolvenzverschleppung und des Betrugs mit Coronahilfen ein. 

«Ich will mich diesem Verfahren stellen und rĂ€ume den Sachverhalt der Anklage ein», las er aus einer ErklĂ€rung vor. «Den angerichteten Schaden und die Sorgen und Nöte meiner GlĂ€ubiger bereue ich zutiefst. Ich entschuldige mich dafĂŒr.»

Das GestÀndnis ist Teil eines sogenannten Deals zwischen allen Verfahrensbeteiligten. Schuhbeck erwartet nun - wenn sich im Prozess nichts ergibt, was dem entgegensteht - eine Gesamtstrafe zwischen mindestens vier und höchstens vier Jahren und acht Monaten. 

Darin eingerechnet sind allerdings schon die drei Jahre und zwei Monate, zu denen das Landgericht MĂŒnchen I Schuhbeck bereits im Jahr 2022 wegen Steuerhinterziehung verurteilt hatte. Eine solche rĂŒckwirkende Bildung einer Gesamtstrafe ist dann vom Gesetzgeber vorgesehen, wenn die Taten zeitlich so liegen, dass sie auch schon im ersten Prozess hĂ€tten angeklagt werden können. Und das ist hier der Fall, weil sie sich auf die Zeit vor dem letzten Urteil beziehen. 

Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft MĂŒnchen I, Anne Leiding, erlĂ€uterte, darf es nicht zulasten eines Angeklagten gehen, wenn die Staatsanwaltschaft fĂŒr die Ermittlungen und die Anklageerhebung lĂ€nger braucht. 

Nach Angaben seines Anwalts Norbert Scharf ist eine schwere und unheilbare Krebserkrankung des 76-JĂ€hrigen ein Grund dafĂŒr, dass Schuhbeck und seine Verteidiger dem Deal zustimmten. Schuhbeck sei darum seit Monaten in Behandlung, habe operiert werden mĂŒssen. Die Erkrankung ist auch der Grund dafĂŒr, dass seine Haftstrafe derzeit ausgesetzt ist. ZunĂ€chst und noch bis Mitte September befindet Schuhbeck sich aus gesundheitlichen GrĂŒnden auf freiem Fuß.

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