Weyarn, Kanal

Drei MĂ€nner sterben bei Arbeiten an Kanalsystem

25.07.2023 - 16:22:38

Als ein Kollege in einem Gullyschacht verschwindet, wollen zwei Mitarbeiter helfen und steigen hinab. Der Rettungsversuch in Oberbayern endet tödlich.

  • Bei einem Arbeitsunfall sind drei MĂ€nner ertrunken (Symbolbild). - Foto: Lino Mirgeler/dpa

    Lino Mirgeler/dpa

  • Bei einem Arbeitsunfall in einer Entsorgungsfirma in Oberbayern sind drei MĂ€nner in einem Kanalsystem ertrunken. - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Peter Kneffel/dpa

Bei einem Arbeitsunfall sind drei MĂ€nner ertrunken (Symbolbild). - Foto: Lino Mirgeler/dpaBei einem Arbeitsunfall in einer Entsorgungsfirma in Oberbayern sind drei MĂ€nner in einem Kanalsystem ertrunken. - Foto: Peter Kneffel/dpa

Bei einem Arbeitsunfall in einer Entsorgungsfirma in Oberbayern sind drei MĂ€nner in einem Kanalsystem ertrunken. Einer der drei Arbeiter habe in Weyarn (Landkreis Miesbach) in einem wassergefĂŒllten Gullyschacht gearbeitet, teilt die Polizei mit.

Als seine Kollegen keinen Kontakt mehr zu ihm aufnehmen konnten, seien die beiden MĂ€nner in den Schacht gestiegen, um zu helfen. Danach habe das Trio keine Lebenszeichen mehr gesendet.

In der Folge seien mehrere freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung, der Rettungsdienst, ein Rettungshubschrauber, die Wasserrettung und mehrere Polizeistreifen zu der Firma gefahren, teilte die Polizei mit. Taucher hÀtten nach den drei Vermissten gesucht, diese wegen des hohen Wasserstands im Kanalsystem aber zunÀchst nicht finden können.

Erst nachdem Feuerwehrleute den Wasserstand im Kanalsystem gesenkt hĂ€tten, seien die drei MĂ€nner im Alter von 20, 27 und 28 Jahren tot geborgen worden. Die Kripo Miesbach und die Staatsanwaltschaft MĂŒnchen II ermitteln am Ort des Unfalls zur Ursache. Weshalb die MĂ€nner an dem Gullyschacht arbeiteten, konnte ein Polizeisprecher zunĂ€chst nicht sagen.

Die Angehörigen der drei MĂ€nner, die Polizeiangaben zufolge alle aus Gemeinden in der Region stammen, wurden noch wĂ€hrend des laufenden Einsatzes verstĂ€ndigt. Ihre Betreuung ĂŒbernahmen ein Kriseninterventionsteam und geschulte KrĂ€fte des PolizeiprĂ€sidiums Oberbayern SĂŒd.

@ dpa.de