Deutschland, Mörder

Deutschland liefert mutmaßlichen Mörder an Italien aus

25.11.2023 - 17:02:24

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und MÀdchen hat Deutschland einen 21-JÀhrigen an Italien ausgeliefert, der vor kurzem seine Ex-Freundin getötet haben soll. Er war auf der A9 geschnappt worden.

Deutschland hat am Samstag einen 21-JĂ€hrigen an Italien ausgeliefert, der seine Ex-Freundin umgebracht haben soll. Eine Woche nach seiner Festnahme auf der A9 bei Leipzig wurde der mutmaßliche Mörder aus Italien mit einem MilitĂ€rflugzeug nach Venedig gebracht und dann weiter in ein GefĂ€ngnis.

Der Tod der 22-jĂ€hrigen Giulia macht seit Tagen in Italien Schlagzeilen. Daraus hat sich eine Grundsatzdebatte ĂŒber Gewalt gegen Frauen entwickelt.

Aus Protest gegen sogenannte Femizide gingen am Samstag - dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und MĂ€dchen - in verschiedenen italienischen StĂ€dten Zehntausende auf die Straße. Allein in Rom versammelten sich Zehntausende in der NĂ€he des Kolosseums. Vielerorts schlugen die Demonstranten mit SchlĂŒsselbunden Krach. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden. In vielen FĂ€llen handelt es sich bei den TĂ€tern um Partner oder ehemalige Partner. In Italien gab es in diesem Jahr Dutzende solcher FĂ€lle.

Dem 21-JÀhrigen wird zur Last gelegt, die italienische Studentin vor zwei Wochen nach einer Verabredung getötet zu haben. Die Leiche der jungen Frau wurde erst nach tagelanger Suche in einer Schlucht im Norden des Landes entdeckt. Der MordverdÀchtige wurde nach seiner Auslieferung in ein GefÀngnis der norditalienischen Stadt Verona untergebracht. NÀchstes Jahr soll er vor Gericht gestellt werden.

@ dpa.de