Nach SchĂŒssen an US-UniversitĂ€t: VerdĂ€chtiger gefasst
14.12.2025 - 13:41:51Nach tödlichen SchĂŒssen an einer Elite-UniversitĂ€t im US-Bundesstaat Rhode Island ist ein VerdĂ€chtiger in Gewahrsam. Es handele sich um eine Person in ihren 30ern, sagte Oscar Perez, der Polizeichef der Stadt Providence, bei einer Pressekonferenz. Weitere Details wurden zunĂ€chst nicht mitgeteilt. Nach weiteren Personen werde derzeit nicht gesucht, sagte Perez. «Die Menschen in Providence können heute Morgen ein bisschen aufatmen», sagte BĂŒrgermeister Brett Smiley.Â
Der Gouverneur von Rhode Island, Dan McKee, sagte, seine Gedanken seien «immer noch auf die Menschen fokussiert, die ihre Leben verloren haben». Zwei Studenten waren getötet und mindestens neun weitere verletzt worden. Die Verletzten sind den Angaben zufolge in stabilem Zustand.
Motiv bislang ungeklÀrt
Am spĂ€ten Samstagabend (Ortszeit) hatte die Polizei zunĂ€chst ein Video veröffentlicht, das einen schwarz gekleideten VerdĂ€chtigen zeigte. Sein Gesicht war nicht zu erkennen. Der mutmaĂliche SchĂŒtze hatte das UniversitĂ€tsgelĂ€nde demnach zu FuĂ verlassen und war dann ĂŒber Stunden flĂŒchtig gewesen - sein Motiv ist bislang ungeklĂ€rt. Unter den mehr als 400 Polizisten im Einsatz waren auch EinsatzkrĂ€fte der Bundespolizei FBI.
Die Studenten auf dem Campus der Brown University und Anwohner rund um die UniversitĂ€t waren zuvor aufgefordert worden, sich nicht ins Freie zu begeben. Diese Anordnung wurde spĂ€ter aufgehoben.Â
Alle noch ausstehenden Kurse, PrĂŒfungen, Hausarbeiten und Projekte des Semesters des Herbstsemesters werden bis auf weiteres abgesagt, teilte der Prorektor der UniversitĂ€t, Francis Doyle, mit. Die Studenten dĂŒrften nach Hause fahren, wenn sie könnten, ansonsten wĂŒrden sie auf dem Campus weiter versorgt.Â
Campus wird zum Tatort
Die Brown University gehört zur sogenannten «Ivy League», den Elite-UniversitĂ€ten im Nordosten der USA. Der SchĂŒtze schoss in einem Bereich des Campus um sich, in dem es gerade Vorbereitungen auf eine AbschlussprĂŒfung fĂŒr einen Kurs der Wirtschaftswissenschaften gegeben habe, sagte Christina Paxson, die PrĂ€sidentin der UniversitĂ€t.Â
NatĂŒrlich bereite man sich immer auf solche VorfĂ€lle mit SchĂŒssen vor, sagte Paxson. «Aber wenn es passiert, ist es einfach schwer zu glauben. Es ist verheerend.»
BemĂŒhungen, die Waffengesetze zu verschĂ€rfen, scheiternÂ
ZunĂ€chst hatte es Berichte gegeben, dass der SchĂŒtze gefasst worden sei. Auch US-PrĂ€sident Donald Trump hatte dies ĂŒber seine Plattform Truth Social verbreitet. Die Information stellte sich aber als falsch heraus. Auch Trump korrigierte seine Angaben dann in einem neuen Post zu dem Thema.Â
Die sĂŒdlich von Boston gelegene Stadt Providence hat rund 200.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des kleinen Bundesstaats Rhode Island.Â
In den USA kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden FĂ€llen von Waffengewalt - etwa an Schulen, in SupermĂ€rkten, Nachtclubs oder bei groĂen Veranstaltungen. Schusswaffen sind in den USA leicht erhĂ€ltlich, teils auch halbautomatische Waffen. Trotz groĂen Entsetzens nach besonders schlimmen VorfĂ€llen mit vielen Toten scheitern BemĂŒhungen, die Waffengesetze zu verschĂ€rfen, seit Jahren immer wieder.





