Mutter und Kind getötet: Was wir wissen - und was nicht
30.06.2025 - 15:54:49Eine Mutter und ihre erst einjĂ€hrige Tochter werden tot im nordrhein-westfĂ€lischen Dorsten an einem Waldweg gefunden. Einige Stunden nach dem erschĂŒtternden Fund meldet sich ein Jugendlicher und belastet sich selbst. Er wird festgenommen. Sehr viele Fragen bleiben noch offen.
Was wir wissen
- Die Opfer: Die Mutter und ihre Tochter sind nach Angaben von Ermittlern gewaltsam ums Leben gekommen. Die getötete Frau ist 32 Jahre alt, lebte in Dorsten und stammte aus der Ukraine. Ihre Tochter war erst 19 Monate alt.
- Der Fundort: Die zwei Leichen wurden SonntagfrĂŒh von einer Passantin in Dorsten an einem Waldweg entdeckt.
- Der VerdÀchtige: Ein 16-JÀhriger meldete sich am Sonntagabend bei EinsatzkrÀften, die noch am Tatort arbeiteten, und rÀumte laut Polizei und Staatsanwaltschaft eine Tatbeteiligung ein. Der Jugendliche kommt ebenfalls aus der Ukraine und wohnt in Dorsten.
- Die Ermittlungen: Der Festgenommene sollte noch am Montag vernommen werden. Er wird als TatverdĂ€chtiger gefĂŒhrt. Eine Mordkommission ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Seit dem Fund der Leichen von Mutter und Kind sind zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
- Eine weitere Tochter: Die Getötete hat nach dpa-Informationen eine weitere Tochter. Das 13-jÀhrige MÀdchen wurde vom Jugendamt in Obhut genommen.
Was wir nicht wissen
- Der TÀter: Ob es sich bei dem 16-JÀhrigen tatsÀchlich um den TÀter handelt, ist ungewiss - auch wenn er sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft gestellt hat und selbst belastet.
- Mögliche MittĂ€ter: Nicht absehbar war zunĂ€chst, ob weitere Personen ins Visier der Ermittler geraten wĂŒrden. Laut Polizeisprecherin wurde aktuell am Tag nach dem Fund der Leichen lediglich gegen den 16-JĂ€hrigen ermittelt.
- Der Tathergang: Der Tathergang muss noch aufgeklĂ€rt werden. Ăber die genaue Todesursache und die Art der Verletzungen wurde bisher nichts mitgeteilt. Eine Obduktion habe «den Verdacht der Gewalteinwirkung» bestĂ€tigt, hieĂ es zunĂ€chst nur.
- Die Beziehung: Zwar handelt es sich beim TatverdĂ€chtigen wie den beiden Getöteten um ukrainische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Dorsten. Dennoch Ă€uĂern sich Ermittler bisher nicht dazu, ob sich die Drei kannten und in welcher Beziehung sie womöglich zueinander standen.
- Die HintergrĂŒnde: Ein Zusammenhang zu einem anderen Vorfall an demselben Ort - ein RaubĂŒberfall am 26. Juni auf eine 40-JĂ€hrige, die mit ihrem einjĂ€hrigen Kind unterwegs war - wird derzeit nicht gesehen, ist aber nicht völlig auszuschlieĂen.
- Das Motiv: Zum möglichen Motiv gibt es bislang keine Angaben.Â





