Baden-Württemberg, Deutschland

Nach Tod von Pflegeschülerin: 39-Jähriger in U-Haft

26.08.2023 - 15:50:01 | dpa.de

Anwohner finden am Mittwoch in einer Stuttgarter Wohnung die Leiche einer angehenden Pflegerin. Schnell wird klar, dass es um ein Gewaltverbrechen geht. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.

Ein Absperrband der Polizei sichert einen Tatort. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Ein Absperrband der Polizei sichert einen Tatort. (Symbolbild) - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Weil er eine Pflegeschülerin in Stuttgart getötet haben soll, sitzt ein 39-Jähriger in Untersuchungshaft. Der Mann mit deutscher und polnischer Staatsbürgerschaft sei am Freitagabend durch eine Spezialeinheit des Polizeipräsidiums in der Nähe seines Wohnsitzes festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit.

Das 32 Jahre alte Opfer und der mutmaßliche Täter kannten sich laut Mitteilung. «Offenbar hatten das Opfer und der Tatverdächtige eine Vorbeziehung», hieß es von den Ermittlern. Weitere Einzelheiten zum Verdächtigen und zu einem möglichen Motiv wurden nicht mitgeteilt.

Die Tote war am späten Mittwochnachmittag in einem Stuttgarter Wohnheim entdeckt worden. Bei dem Opfer handelt es sich um eine Krankenpflegerin in der Ausbildung. Anwohner hatten die Polizei informiert. Einen genauen Tatzeitpunkt konnten die Beamten zunächst nicht nennen. Es komme ein Zeitraum von mehreren Tagen bis zum Auffinden der Leiche in Frage, hatte die Polizei erklärt.

Die Leiche der Frau war am Freitag obduziert worden. Die Untersuchung habe den Verdacht eines Gewaltverbrechens bestätigt, hieß es in der Mitteilung vom Samstag. Der Tatverdächtige kam den Angaben nach am Samstag vor den Haftrichter. Ob er sich zu den Vorwürfen äußerte, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht mit.

Die Ermittlungen hatte eine 30-köpfige Sonderkommission übernommen. Es sei ein Erfolg, dass der Tatverdächtige so schnell dingfest gemacht werden konnte, kommentierte der Leiter der Sonderkommission «Tür» laut Mitteilung. Die Festnahme sei nur etwa 48 Stunden nach Bekanntwerden des Gewaltverbrechens erfolgt.

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