TĂ€ter, Geiselnahme

TĂ€ter nach Geiselnahme in Schweizer Zug erschossen

09.02.2024 - 02:28:27

Auf einer Routinezugfahrt im abendlichen Berufsverkehr nimmt ein Bewaffneter in der Schweiz Passagiere und ZugfĂŒhrer als Geiseln. Nach stundenlangen Verhandlungen greift die Polizei ein.

Bewaffnet mit Messer und Axt hat ein Mann in einem Regionalzug in der Schweiz 14 Passagiere und den ZugfĂŒhrer bedroht und fast vier Stunden als Geiseln festgehalten. Nach einem Polizeieinsatz gegen 22.15 Uhr konnten die Menschen den Zug unverletzt verlassen, der TĂ€ter wurde erschossen, wie Generalstaatsanwalt Eric Kaltenrieder bei einer Pressekonferenz in der Nacht sagte. Bei dem TĂ€ter habe es sich um einen 32-jĂ€hrigen Asylbewerber iranischer NationalitĂ€t gehandelt.

Die Behörden gehen nicht von einer terroristischen Tat aus, sagte Polizeisprecher Jean-Christophe Sauterel der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Es gibt keine Elemente, die uns auf einen terroristischen Akt hinweisen. Weder terroristisch noch dschihadistisch.»

Betroffene hatten aus dem Zug auf der Linie zwischen Baulmes und Yverdon-les-Bains in der französischsprachigen Westschweiz die Polizei alarmiert. Mehr als 60 Beamte hĂ€tten den Zug umstellt, der mit verschlossenen TĂŒren an der Haltestelle Essert-sous-Champvent zum Stehen gekommen war, teilte die Polizei mit. Ein Dolmetscher sei hinzugezogen worden, um mit dem Geiselnehmer - teilweise per WhatsApp - zu verhandeln. Was der Mann wollte, teilte die Polizei nicht mit.  

Die EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten schließlich eine Gelegenheit genutzt, als der TĂ€ter sich kurz von den Geiseln entfernte, um einzugreifen. Dabei sei Sprengstoff zum Einsatz gekommen, um ihn abzulenken. Der Mann sei daraufhin mit der Axt auf einen Polizisten losgestĂŒrmt, der deshalb geschossen habe. Der Angreifer sei noch an Ort und Stelle gestorben. 

@ dpa.de