Rund 100 Menschen bei U-Bahn-Unfall in Peking verletzt
15.12.2023 - 09:10:04 | dpa.deMehr als hundert Menschen sind bei einem Zug-Unfall in der chinesischen Hauptstadt Peking verletzt worden. Nach Angaben der stĂ€dtischen Verkehrsbehörde kamen bei dem UnglĂŒck in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) mehr als 500 Menschen zur Kontrolle ins Krankenhaus. Etwas mehr als 100 erlitten demnach KnochenbrĂŒche. Tote gab es nicht.
Zwei Waggons einer oberirdischen U-Bahnlinie waren auf freier Strecke auseinandergerissen. Der Unfallhergang ist noch nicht abschlieĂend geklĂ€rt. Laut Staatsmedien gehen die Behörden vorlĂ€ufig davon aus, dass das schneebedeckte, rutschige Gleis zu einem missglĂŒckten Bremsmanöver und im Folgenden zu dem Aufprall und der Entkopplung der Waggons fĂŒhrte. Laut Augenzeugen fielen Leute von ihren Sitzen und Scheiben zerbrachen, als die zwei Waggons aufeinanderprallten. Die Menschen saĂen den Angaben zufolge bis zu einer Stunde in den Waggons fest, bis RettungskrĂ€fte sie befreiten. Online war auf Fotos zu sehen, wie die beiden beschĂ€digten Zugteile voneinander entfernt standen.
Heftiger Schneefall
Am Freitagmorgen verlieĂen laut offiziellen Angaben 423 Menschen das Krankenhaus wieder, 67 wurden stationĂ€r aufgenommen. Kurz nach dem Unfall gegen Donnerstagabend 19.00 Uhr (Ortszeit) war zunĂ€chst von 30 Verletzten die Rede.
In Peking und Nordchina schneite es in den vergangenen Tagen viel. FernzĂŒge fuhren mit deutlicher VerspĂ€tung oder fielen teils aus. KindergĂ€rten blieben geschlossen. Grund- und Mittelschulen stiegen auf Online-Unterricht um. Peking mit seinen rund 21,8 Millionen Einwohnern hat mit 27 Linien eines der gröĂten U-Bahnnetze der Welt.
Der Zug der Changping-Linie fuhr zum Zeitpunkt des Unfalls am Rand Pekings stadtauswÀrts. «China Daily» zufolge transportiert die Linie an Werktagen ungefÀhr 400.000 Menschen.
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