Deutschenfeindliche, Parolen

Deutschenfeindliche Parolen auf Mallorca

05.07.2025 - 18:01:02 | dpa.de

Auf Mallorca gibt es wachsenden Unmut ĂŒber den Massentourismus. Die Menschen wissen zwar, dass ihr Wohlstand davon abhĂ€ngt. Aber vor allem die Wohnungsnot verĂ€rgert viele. Jetzt traf es Deutsche.

Auch auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca kommt es immer mal wieder zu Protesten gegen AuslĂ€nder. In dem Ort Santanyi sprĂŒhten Unbekannte das Wort «raus» auf deutsche GeschĂ€fte. - Foto: Clara Margais/dpa
Auch auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca kommt es immer mal wieder zu Protesten gegen AuslĂ€nder. In dem Ort Santanyi sprĂŒhten Unbekannte das Wort «raus» auf deutsche GeschĂ€fte. - Foto: Clara Margais/dpa

Unbekannte haben deutschenfeindliche SprĂŒche auf Autos und GeschĂ€fte in dem kleinen Ort Santanyi auf Mallorca gesprĂŒht. «Deutsche raus» oder «AuslĂ€ndische KĂ€ufer fahrt zur Hölle» stand in roter Farbe an Dutzenden GeschĂ€ften deutscher Inhaber sowie an Autos mit auslĂ€ndischem Kennzeichen. ZunĂ€chst hatte die «Mallorca Zeitung» darĂŒber berichtet, dann bestĂ€tigte die Ortspolizei der Deutschen Presse-Agentur die VorfĂ€lle. 

Santanyi liegt an der SĂŒdostkĂŒste der Urlaubsinsel und gilt als Deutschen-Hotspot. Viele Zweithaus-Besitzer haben eine Immobilie dort. Einige GeschĂ€fte werden von Deutschen geleitet. An diesen sind auch die Schmierereien aufgetaucht. Zudem wurden Sticker mit Aufschrift «Deutsche raus» an Autos mit deutschem Kennzeichen geklebt. 

Einer der Betroffenen schĂ€tzte die Anzahl an beschmierten Lokalen auf 20 bis 30, wie die «Mallorca Zeitung» schrieb. «Es ist erschreckend, nach 34 Jahren auf der Insel, in denen ich Steuern zahle und aktuell neun Angestellte beschĂ€ftige, so eine Welle des Hasses zu spĂŒren», wird der Mann zitiert. 

In den vergangenen Monaten und Jahren ist eine aggressive Stimmung gegen Urlauber und auslĂ€ndische Immobilienbesitzer auf Mallorca aufgekommen. Tausende Demonstranten ziehen bei den regelmĂ€ĂŸigen Kundgebungen gegen Wohnungsnot auf die Straßen und attackieren dabei mitunter auch Touristen. Behörden und Veranstalter distanzierten sich von den Angreifern, bei denen es sich um eine Minderheit handeln soll. «Wer GĂ€ste drangsaliert, verliert jede GlaubwĂŒrdigkeit», betonte etwa der Hoteliersverband Fehm.

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