DĂ€nemark, Deutschland

Transportschiff mit geborgenem Wal jetzt vor DĂ€nemark

30.04.2026 - 05:02:48 | dpa.de

Auf seiner Reise in die Nordsee ist das Boot mit dem Buckelwal mittlerweile vor DĂ€nemarks OstkĂŒste angelangt. In dem skandinavischen Land wĂŒrde man einem gestrandeten MeeressĂ€uger nicht helfen.

Der Schlepperverband mit dem Wal befindet sich mittlerweile vor DĂ€nemark - Foto: Philip Dulian/dpa
Der Schlepperverband mit dem Wal befindet sich mittlerweile vor DĂ€nemark - Foto: Philip Dulian/dpa

Das Transportschiff mit dem vor der KĂŒste von Mecklenburg-Vorpommern geborgenen Wal ist weiter in Richtung Nordsee unterwegs. Am frĂŒhen Morgen fuhr der Schlepperverband vor der dĂ€nischen KĂŒste in Richtung der WestkĂŒste Schwedens. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder war das Schiff gegen 04.45 Uhr etwa 3 Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) sĂŒdwestlich der dĂ€nischen Insel Sejero unterwegs.

Am Dienstag war es gelungen, den wochenlang an der OstseekĂŒste gestrandeten Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefĂŒllten Lastschiff, das von dem Mehrzweckschiff «Fortuna B» gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach PlĂ€nen der privaten Initiative, die fĂŒr die Bergung verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtĂ€gigen Aktion um die Nordspitze DĂ€nemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden.

Das dĂ€nische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man gestrandete MeeressĂ€ugetiere in DĂ€nemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach «ein natĂŒrlich vorkommendes PhĂ€nomen» und Wale sollten generell «nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört» werden. Zu dem konkreten Fall des an der OstseekĂŒste gestrandeten Buckelwals Ă€ußerte sich das Ministerium nicht.

Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere MeeressÀuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler versucht die private Initiative seit Mitte April, den gestrandeten Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder in den Atlantik zu bringen.

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