Taifun hinterlÀsst Zerstörung auf den Philippinen - 66 Tote
05.11.2025 - 04:48:06Auf den Philippinen steigt die Zahl der Toten durch den schweren Taifun «Kalmaegi». Mindestens 66 Menschen kamen nach Angaben des Zivilschutzes ums Leben, 26 weitere werden noch vermisst. Sechs der Opfer starben beim Absturz eines MilitĂ€rhubschraubers, der die SturmschĂ€den prĂŒfen sollte. Viele andere sind ertrunken oder wurden von herabstĂŒrzenden BĂ€umen oder TrĂŒmmern erschlagen.
Mehr als 430.000 Menschen wurden laut Katastrophenschutz aus ihren HĂ€usern vertrieben. Betroffen waren 24 Provinzen auf den Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao. Vielerorts fiel der Strom aus. Dutzende FlĂŒge wurden gestrichen.
Der Wirbelsturm hatte zuvor mit orkanartigen Böen, heftigen RegenfĂ€llen und meterhohen Flutwellen in dem sĂŒdostasiatischen Inselstaat gewĂŒtet. Mittlerweile hat er sich laut Wetterdienst Pagasa abgeschwĂ€cht, die Windböen erreichten aber immer noch Geschwindigkeiten von rund 180 Kilometern pro Stunde.Â
Anwohner retten sich auf DĂ€cher
Viele StraĂen standen völlig unter Wasser, Autos wurden durch die Naturgewalten vereinzelt ĂŒbereinandergestapelt, zahlreiche Anwohner mussten sich auf die DĂ€cher ihrer HĂ€user retten. Die Zerstörung war teilweise enorm.Â
Insgesamt ist «Kalmaegi», der auf den Philippinen «Tino» genannt wird, sieben Mal auf Land getroffen - zuletzt am frĂŒhen Morgen in der Stadt El Nido in der westlichen Provinz Palawan. Den Vorhersagen zufolge wird der Sturm noch am Mittwoch oder Donnerstag die Philippinen verlassen und Richtung Vietnam weiterziehen. Auch im Norden von Thailand werden am Wochenende starke NiederschlĂ€ge erwartet.
NĂ€chster Sturm bewegt sich auf Philippinen zu
Derweil nĂ€hert sich Meteorologen zufolge bereits der nĂ€chste tropische Wirbelsturm. Er könnte voraussichtlich am Freitag oder Samstag auf den Philippinen auf Land treffen und sich im Laufe des Wochenendes zu einem Supertaifun entwickeln. Dabei handelt es sich um einen besonders schweren Tropensturm, dessen Mittelwind mindestens 240 Kilometer pro Stunde erreicht.Â
Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der besonders schlimme Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6.300 Menschen das Leben gekostet.


