Rettungsversuch, Rhein

Mann wird nach Rettungsversuch im Rhein vermisst

27.05.2024 - 13:51:40

Baden im Rhein ist lebensgefĂ€hrlich: Eine Frau wird von der Strömung ĂŒberrascht und weggerissen. Beim Rettungsversuch geht ihr Mann unter. An Seen werden zwei weitere MĂ€nner vermisst.

  • An sogenannten Kribben oder Buhnen - ins Wasser ragende KiesflĂ€chen - bilden sich oft gefĂ€hrliche Strudel und Strömungen. - Foto: Justin Brosch/Justin Brosch/dpa

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  • Die Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

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  • Die Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

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  • Die Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

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  • Die Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

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  • Die Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

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An sogenannten Kribben oder Buhnen - ins Wasser ragende KiesflÀchen - bilden sich oft gefÀhrliche Strudel und Strömungen. - Foto: Justin Brosch/Justin Brosch/dpaDie Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpaDie Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpaDie Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpaDie Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpaDie Stadt Bonn warnt die Menschen vor den Gefahren beim Schwimmen im Rhein. - Foto: Roland Weihrauch/dpa

Nach dem Versuch, seine von der reißenden Strömung im Rhein ĂŒberraschte badende Frau zu retten, wird der Ehemann der Frau vermisst. Der 34-JĂ€hrige sei am Sonntag in DĂŒsseldorf in den Rhein gesprungen, um seiner in BedrĂ€ngnis geratene Frau zu helfen, wie die Feuerwehr in DĂŒsseldorf mitteilte. WĂ€hrend der Mann im Strom abtrieb, wurde die Frau spĂ€ter von RettungskrĂ€ften geborgen und wiederbelebt. Der Mann sei trotz großer Suchaktion mit Booten, Hubschrauber und KrĂ€ften an Land nicht gefunden worden, erklĂ€rte die Feuerwehr. 

Die 31-jĂ€hrige Frau werde intensivmedizinisch behandelt, sagte ein Sprecher der DĂŒsseldorfer Feuerwehr. Die drei Kinder des Ehepaars, die mit am Rheinufer waren, wĂŒrden von Notfallseelsorgern betreut. Zudem seien weitere Angehörige anwesend gewesen. 

Am Montag sagte ein Sprecher, nach dem vermissten 34-JÀhrigen werde derzeit nicht gesucht. Wegen der hohen Strömungsgeschwindigkeit des Rheins sei nicht abschÀtzbar, wo er gefunden werden könne. Der Rhein hat nach dem Hochwasser im Saarland derzeit einen höheren Wasserstand als sonst.

Strömungen unter der OberflÀche

FĂŒr den Rhein als Bundeswasserstraße gelte kein grundsĂ€tzliches Badeverbot, sagte der Feuerwehrsprecher. Allerdings gĂ€lten Verbote an bestimmten Stellen, etwa vor Bauwerken wie BrĂŒcken oder an Hafeneinfahrten. «Wir raten aufgrund der Strömungsgeschwindigkeit natĂŒrlich grundsĂ€tzlich davon ab», sagte der Sprecher. Die Strömungen sind unter der stillen OberflĂ€che des Flusses oft nicht zu sehen. Auch der Sog vorbeifahrender Schiffe ist eine Gefahrenquelle.  

Im Kreis Steinfurt wird nach einem Unfall auf einem See ein 41 Jahre alter Mann vermisst. Nach ihm sollte am Montag erneut mit Hubschrauber und Tauchern gesucht werden, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann war am Sonntag mit einem Kajak auf einem See in der NÀhe von Lotte unterwegs und ins Wasser gefallen. Ein anderer Mann, der ebenfalls vom Boot gefallen war, sei gerettet worden. 

Auch in Moers (Kreis Wesel) sucht die Polizei an einem See nach einem 42-jĂ€hrigen Mann. Der Berufskraftfahrer habe am Samstagabend mit zwei Kollegen in dem See gebadet, teilte die Polizei mit. WĂ€hrend die beiden Kollegen am spĂ€ten Abend zu ihren Fahrzeugen zurĂŒckgingen, sei der 42-JĂ€hrige am Waldsee geblieben. Als er am nĂ€chsten Morgen nicht aufzufinden war, wurde die Polizei verstĂ€ndigt. Bislang erfolglos wurde mit Hubschrauber, Boot, Tauchern und einem SpĂŒrhund gesucht. Die Polizei geht von einem UnglĂŒcksfall aus.     

In Deutschland sind 2023 mindestens 378 Menschen ertrunken, mehr als im Jahr zuvor. 2022 seien 355 tödliche BadeunfÀlle gezÀhlt worden, hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im vergangenen Februar mitgeteilt. Besonders gefÀhrlich waren demnach die in der Regel unbewachten BinnengewÀsser: 90 Prozent der TodesfÀlle hÀtten sich dort ereignet, wo dann im Ernstfall keine Rettungsschwimmer eingreifen könnten, so die DLRG. 

Insbesondere in FlĂŒssen und KanĂ€len starben deutlich mehr Menschen als im Jahr zuvor: So zĂ€hlte die DLRG im vergangenen Jahr 135 Badetote in FlĂŒssen - nach 105 ein Jahr zuvor. In Nordrhein-Westfalen war die Zahl der tödlichen BadeunfĂ€lle entgegen dem Bundestrend 2023 rĂŒcklĂ€ufig. Als wesentlicher Faktor fĂŒr die Zahl der BadeunfĂ€lle gilt das Wetter, weil an schönen Tagen deutlich mehr Menschen GewĂ€sser aufsuchen. 

@ dpa.de