Stierhatz, Pamplona

Stierhatz in Pamplona endet trotz ĂŒbler Szenen glimpflich

09.07.2024 - 10:17:15

Bei den Stierhatzen des Sanfermín-Festes fordern die LÀufer jeden Morgen das Schicksal heraus. Der Tod lÀuft mit.

  • Beim SanfermĂ­n-Fest «reitet» ein kleiner Junge bei einem Umzug mit. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

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  • Die StierkĂ€mpfe beim SanfermĂ­n-Fest in Pamplona locken jedes Jahr Zehntausende an. - Foto: Alvaro Barrientos/AP

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  • TierschĂŒtzer beklagen, die Stierhatz sei fĂŒr die Tiere nichts anderes als eine panische Flucht durch die fĂŒr sie völlig ungewohnten Menschenmassen. - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa

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Beim SanfermĂ­n-Fest «reitet» ein kleiner Junge bei einem Umzug mit. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpaDie StierkĂ€mpfe beim SanfermĂ­n-Fest in Pamplona locken jedes Jahr Zehntausende an. - Foto: Alvaro Barrientos/APTierschĂŒtzer beklagen, die Stierhatz sei fĂŒr die Tiere nichts anderes als eine panische Flucht durch die fĂŒr sie völlig ungewohnten Menschenmassen. - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa

Bei der dritten Stierhatz des traditionellen SanfermĂ­n-Festes im nordspanischen Pamplona sind mindestens zwei LĂ€ufer verletzt worden. Das waren weniger als bei frĂŒheren LĂ€ufen, bei denen jeweils fĂŒnf bis sechs der Teilnehmer im Krankenhaus landeten. Kommentatoren im staatlichen TV-Sender RTVE Ă€ußerten sich erleichtert, weil es bei der wilden Jagd mit sechs wilden Stieren durch die engen Gassen einige gefĂ€hrliche Szenen gab. 

So verhakte sich ein Bulle mit einem seiner langen spitzen Hörner in der Kleidung eines der LĂ€ufer und hob ihn in die Höhe, stĂŒrmte dann aber weiter. Der junge Mann hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Bauch und rollte sich unter eine Seitenbande hindurch in Sicherheit. Dort wurde er von SanitĂ€tern versorgt. Er erlitt aber offenbar keine schwerere Verletzung. 

TierschĂŒtzer beklagen, fĂŒr die Tiere sei die Stierhatz tatsĂ€chlich nichts anderes als eine panische Flucht durch die fĂŒr sie völlig ungewohnten Menschenmassen. Es handele sich um TierquĂ€lerei, die sofort beendet werden mĂŒsse. Die Stiere sterben nach dem Lauf in der Stierkampfarena. Das jahrhundertealte Fest zu Ehren des Stadtheiligen San FermĂ­n hat trotz der Kritik jedoch immer mehr Zulauf. 

Das traditionelle Fest hatte am Samstag begonnen und endet kommenden Sonntag. TĂ€glich werden um Punkt 08.00 Uhr morgens sechs um die 600 Kilogramm schweren Kampfstiere und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt.

Bei den Mutproben der vorwiegend jungen MĂ€nner ĂŒber die mehr als 800 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende LĂ€ufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009. Es gibt insgesamt acht LĂ€ufe.

Neben den Stierhatzen gibt es bei dem Stadtfest zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen auch fĂŒr Familien und Kinder. 

@ dpa.de