AufrĂ€umen nach Ăl-Leck - Zwei Mitarbeiter ĂŒbergossen
11.12.2025 - 11:06:05Nach dem Auslaufen groĂer Mengen Rohöl aus einem Leck an einer Pipeline im Nordosten Brandenburgs prĂŒfen Feuerwehr, Behörden und die betroffene Raffinerie PCK das AusmaĂ der SchĂ€den. Brandenburgs Umweltministerin Hanka MittelstĂ€dt (SPD) geht davon aus, dass zwischen 250.000 und 350.000 Liter ausgelaufen sein könnten, wie sie der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam sagte.Â
Laut PCK wurde das UnglĂŒck am Mittwochnachmittag durch vorbereitende Arbeiten fĂŒr einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht, die von Rostock nach Schwedt fĂŒhrt. Eine absichtliche Fremdeinwirkung könne ausgeschlossen werden. Das Leck wurde erst nach vielen Stunden geschlossen. Die Raffinerie PCK in Schwedt versorgt weite Teile des Nordostens und Berlin mit Sprit, Heizöl und Kerosin.Â
«Gott sei Dank keinen Personenschaden»
Vera Leu, Amtsdirektorin von Gramzow in der Uckermark, wo die betroffene Pumpstation liegt, sagte der dpa, bei dem UnglĂŒck hĂ€tten zwei von drei PCK-Mitarbeiter Ăl abbekommen. Beide seien zwar rettungsdienstlich versorgt worden, es seien aber keine gesundheitlichen SchĂ€den festgestellt worden. Danach seien sie nach Hause entlassen worden. «Wir haben Gott sei Dank keinen Personenschaden», sagte sie.
Weiter teilte sie mit, am Abend hĂ€tten fĂŒnf Pumpwagen begonnen, das Ăl aufzunehmen. «Das wird heute auch noch weiter erfolgen». Am Abend waren rund 100 KrĂ€fte im Einsatz, wie sie sagte. Leu sagte, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten wie Werkfeuerwehr, der freiwilligen sowie der Berufsfeuerwehr gut funktioniert habe. «Das war vorbildlich, wie die Kameraden da zusammengearbeitet haben.»
Proben sollen entnommen werden
Ministerin MittelstÀdt sagte, nach dem Abpumpen und dem Abtragen von Erdreich sollten Proben entnommen werden. Es gehe um ein Monitoring, ob tatsÀchlich Grundwasser oder auch der Boden verunreinigt seien.
Aktuell sei die Pipeline abgesperrt, sagte die Ministerin. Die Ălreserve der Raffinerie sei jedoch voll. MittelstĂ€dt, die sich mittags ein Bild vor Ort machen will, zog eine positive erste Bilanz: Es sei schnell reagiert worden, alle Kommunikationszweige hĂ€tten gut funktioniert. Bei dem Termin in Gramzow ist auch Wirtschafts- und Energieminister Daniel Keller (SPD) dabei.
Die Einsatzstelle wurde noch in der Nacht an PCK ĂŒbergeben, wie Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband, sagte. «Gestern wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Ăl in die ganzen Saugwagen gepumpt», sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest die ĂlpfĂŒtzen weg gewesen.





