Tote, Erdbeben

Mindestens 53 Tote nach Erdbeben in Tibet

07.01.2025 - 06:53:17

Bei einem starken Erdbeben in der bergigen Region sind HĂ€user eingestĂŒrzt und Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungsarbeiten laufen.

  • Die Rede ist von mehr als 1.000 eingestĂŒrzten HĂ€usern. - Foto: Uncredited/XinHua/dpa

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  • Viele Menschen liefen aufgeschreckt auf die Straßen. - Foto: Sunil Sharma/ZUMA Press Wire/dpa

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Die Rede ist von mehr als 1.000 eingestĂŒrzten HĂ€usern. - Foto: Uncredited/XinHua/dpaViele Menschen liefen aufgeschreckt auf die Straßen. - Foto: Sunil Sharma/ZUMA Press Wire/dpa

Bei einem Erdbeben der StĂ€rke 6,8 in der chinesischen Region Tibet sind mindestens 53 Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden mindestens 62 Menschen verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zudem seien ĂŒber 1000 HĂ€user in unterschiedlichem Ausmaß beschĂ€digt worden. Im Staatssender CCTV war die Rede von vielen eingestĂŒrzten HĂ€usern in der NĂ€he des Epizentrums. 

Das Beben ereignete sich demnach im Kreis Tingri, der auf der Nordseite des Mount Everests und etwa 400 Kilometer westlich der tibetischen Hauptstadt Lhasa liegt. Laut Xinhua leben rund 20 Kilometer um das Epizentrum etwa 6900 Menschen, der Kreis Tingri hat laut offiziellen Angaben 61.000 Einwohner. 

Laut Xinhua waren die ErschĂŒtterungen in der Umgebung deutlich spĂŒrbar. Mehrere Gemeinden seien betroffen. Die Rettungsarbeiten seien im Gange. Zudem wĂŒrden Anwohner evakuiert, um mögliche Auswirkungen von Nachbeben zu vermeiden.

Beben schreckt auch Menschen in Indien und Nepal auf 

Die ErdstĂ¶ĂŸe waren auch in Nepal und im Norden Indiens zu spĂŒren. In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und anderen Teilen des Landes seien Menschen aus Furcht vor dem Einsturz ihrer HĂ€user auf die Straßen gelaufen, berichtete die einheimische Zeitung «The Himalayan Times». ZunĂ€chst war demnach unklar, ob Menschen verletzt wurden. 

Die Behörden versuchten, sich ein Bild von den Auswirkungen des Bebens zu machen, hieß es. Auch im Norden Indien^s war lokalen Medien zufolge das Beben zu spĂŒren.

Region wird hÀufig von Erdbeben getroffen 

Auf Bildern und Videos in sozialen Medien waren mit TrĂŒmmern gesĂ€umte Gehwege und teilweise eingestĂŒrzte GebĂ€ude zu sehen, vor allem einstöckige. 

Anders als die chinesischen Behörden, die fĂŒr das Beben eine StĂ€rke von 6,8 angaben, ermittelte die US-Erdbebenwarte (USGS) einen Wert von 7,1. Auch Nachbeben wurden registriert.

Tibet sowie der gesamte sĂŒdwestliche Teil Chinas, Nepals und Nordindiens werden hĂ€ufiger von Erdbeben heimgesucht, die durch die Kollision der indischen und eurasischen tektonischen Platten verursacht werden. Ein verheerendes Beben in der chinesischen Provinz Sichuan im Jahr 2008 forderte rund 70.000 Menschenleben. Im Jahr 2015 erschĂŒtterte ein weiteres starkes Beben die Region um Kathmandu in Nepal, wobei etwa 9.000 Menschen ums Leben kamen und Tausende verletzt wurden.

@ dpa.de