Erie in Pennsylvania: Acht Tote nach SchĂŒssen â darunter zwei Kinder und Schwangere
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 01:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einer Gewalttat in Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania sind acht Menschen getötet worden, zudem starb der mutmaĂliche Angreifer.
Polizei findet sechs Opfer im Haus
Die Polizei wurde am Freitagnachmittag wegen zweier SchĂŒsse alarmiert. Vor einem Wohnhaus fanden EinsatzkrĂ€fte zwei erschossene Frauen im Alter von 37 und 51 Jahren.
Mithilfe von Drohnen und einem Roboter entdeckten die Beamten weitere Opfer im GebĂ€ude. SpezialkrĂ€fte stĂŒrmten das Haus und fanden dort sechs weitere Tote sowie den 45-jĂ€hrigen TĂ€ter, der nach Polizeiangaben an einer selbst zugefĂŒgten Schusswunde starb.
Zwei Kinder und eine Schwangere unter den Toten
Zu den Opfern gehören ein fĂŒnfjĂ€hriger Junge und ein einjĂ€hriges MĂ€dchen. AuĂerdem wurden zwei MĂ€nner und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren tot geborgen. Eine der Frauen war im achten Monat schwanger.
Polizeichef Rick Lorah bezeichnete den Tatort als den schlimmsten, den er je erlebt habe. Die HintergrĂŒnde und das Motiv sind weiterhin unklar. Lorah sagte, psychische Probleme könnten eine Rolle gespielt haben, eine nĂ€here Bewertung sei zum jetzigen Zeitpunkt aber verfrĂŒht.
Sieben Opfer mit TĂ€ter verwandt
Nach Angaben der Polizei waren sieben der acht Opfer mit dem TÀter verwandt. Die Stadt Erie zÀhlt etwas mehr als 90.000 Einwohner und liegt am gleichnamigen See nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada.
Kameras zeigen laut Lorah, wie die beiden Frauen auĂerhalb des Hauses verzweifelt an die TĂŒr klopfen und Nachbarn um Hilfe bitten. Aus dem Haus seien gedĂ€mpfte SchĂŒsse zu hören gewesen. Danach sei der TĂ€ter herausgekommen und habe die Frauen erschossen. Kein Polizist habe seine Waffe abgefeuert.
Keine Gefahr fĂŒr die Ăffentlichkeit
Der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, erklĂ€rte, er habe mit Eries BĂŒrgermeisterin Daria Devlin gesprochen und ihr UnterstĂŒtzung zugesichert. Die Stadtverwaltung sprach von einer entsetzlichen Tragödie und teilte mit, fĂŒr die Ăffentlichkeit bestehe keine Gefahr mehr.
FamiliÀre Tat mit weitreichenden Folgen
Der Schusswaffenvorfall ereignete sich in Erie, einer Stadt mit etwas mehr als 90.000 Einwohnern im Nordwesten Pennsylvanias. Dass sieben der acht Opfer mit dem TĂ€ter verwandt gewesen sein sollen, verleiht dem Geschehen eine besondere familiĂ€re Dimension: Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung dĂŒrften nun Identifizierung, Angehörigenbetreuung und die Versorgung der betroffenen Nachbarschaft im Mittelpunkt stehen.
Die Polizei hatte nach zwei gemeldeten SchĂŒssen zunĂ€chst zwei Frauen auĂerhalb eines Wohnhauses gefunden. Der Einsatz von Drohnen, einem Roboter und SpezialkrĂ€ften zeigt, wie unklar und gefĂ€hrlich die Lage beim Eintreffen der EinsatzkrĂ€fte war. Die Aufnahmen, auf denen die Frauen vergeblich um Hilfe bitten, könnten fĂŒr die Ermittlungen zur Rekonstruktion des Ablaufs wichtig werden.
Motiv und Sicherheitsfragen
Der Polizeichef verwies auf mögliche psychische Probleme, betonte aber zugleich, dass eine nĂ€here Bewertung des Motivs noch zu frĂŒh sei. Damit bleiben zentrale Fragen offen: Wie gelangte der TĂ€ter an die Waffe, gab es zuvor Warnsignale und hatten Angehörige oder Behörden von einer akuten Gefahr gewusst? Belastbare Antworten können erst die Ermittlungen liefern.
FĂŒr die Bevölkerung in Erie besteht nach Angaben der Stadt keine weitere Gefahr, weil der SchĂŒtze tot ist. Politisch dĂŒrfte der Fall dennoch erneut Debatten ĂŒber Zugang zu Schusswaffen, Krisenintervention und den Schutz von Familien in akuten psychischen Ausnahmesituationen auslösen.

