BraunbÀr, JÀger

BraunbÀr verletzt JÀger in der Slowakei schwer

21.03.2025 - 22:15:10 | dpa.de

Beim Betreuen einer Futterstelle stoßen zwei MĂ€nner auf einen BĂ€ren. Der greift an.

Ein BraunbÀr in einem slowakischen Gebirgstal. In der Slowakei gibt es mehr als tausend frei lebende BraunbÀren. (Archivbild) - Foto: Milan Kapusta/tasr/dpa
Ein BraunbÀr in einem slowakischen Gebirgstal. In der Slowakei gibt es mehr als tausend frei lebende BraunbÀren. (Archivbild) - Foto: Milan Kapusta/tasr/dpa

Ein BraunbĂ€r hat in der Slowakei zwei MĂ€nner angegriffen und einen von ihnen schwer verletzt. Der Ă€ltere von den beiden sei per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden, teilte der Rettungsdienst mit. Er habe bei dem Angriff im Gebirge Kleine Fatra schwere Biss- und Kratzwunden erlitten. Der jĂŒngere hingegen sei nur leicht verletzt worden, als er sich vor dem BĂ€ren schĂŒtzen wollte und dabei stĂŒrzte.

Wie der staatliche Naturschutz berichtete, handelte es sich bei den beiden MĂ€nnern um einen JĂ€ger und seinen Sohn, die Salz fĂŒr Wildtiere an einer Futterstelle nachfĂŒllten. Dabei hĂ€tten sie offenbar den im Unterholz versteckten BĂ€ren ĂŒberrascht. 

Der Vorfall ereignete sich nahe dem bei Touristen bekannten Sutovo-Wasserfall im Naturschutzgebiet Kleine Fatra (slowakisch Mala Fatra). Die Umgebung werde ab sofort von NaturschĂŒtzern und dem sogenannten Einsatzkommando BraunbĂ€r kontrolliert. Wanderer wurden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

Umstrittene BĂ€ren-AbschĂŒsse

Nach offizieller ZĂ€hlung gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende BĂ€ren. Sie gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei ĂŒberraschendem Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefĂ€hrdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne ZusammenstĂ¶ĂŸe endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

GrundsĂ€tzlich sind BĂ€ren in der Slowakei ganzjĂ€hrig geschĂŒtzt und dĂŒrfen nur in AusnahmefĂ€llen abgeschossen werden, wenn von ihnen Gefahr fĂŒr Menschen droht. Auf Druck von JĂ€gern und Lokalpolitikern hat die Regierung in Bratislava im vergangenen Jahr aber entschieden, bis zu 100 sogenannte «ProblembĂ€ren» zum Abschuss freizugeben. Diese Entscheidung ist politisch höchst umstritten.

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