BER, Drohnensichtung

BER: Drohnensichtung legt Flugbetrieb fĂŒr 45 Minuten lahm

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 21:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine Drohnensichtung hat den gesamten Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER fĂŒr 45 Minuten lahmgelegt. Die Sperrung ist aufgehoben, doch die Zahl der VorfĂ€lle liegt deutlich ĂŒber dem Vorjahresniveau.

Am BER werden immer wieder Drohnen gesichtet (Archivbild) - Bild: Fabian Sommer/dpa
Am BER werden immer wieder Drohnen gesichtet (Archivbild) - Bild: Fabian Sommer/dpa

Eine Drohnensichtung hat den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) am Mittwochabend fĂŒr 45 Minuten vollstĂ€ndig unterbrochen.

Nord- und SĂŒdpiste zeitweise gesperrt

Nach Angaben von BER und Bundespolizei wurde um 20.00 Uhr eine Drohne gesichtet. Daraufhin sperrte die Deutsche Flugsicherung zunĂ€chst die Nordpiste fĂŒr Starts und Landungen.

Um 20.20 Uhr wurde auch die SĂŒdpiste geschlossen. Um 21.05 Uhr war die Sperrung wieder aufgehoben, sodass Flugzeuge erneut starten und landen durften.

BER mit den meisten Sichtungen im ersten Halbjahr

Am BER registrierte der Tower in Schönefeld im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 28 Drohnensichtungen. Damit gab es an keinem anderen deutschen Flughafen mehr VorfÀlle; am Flughafen Frankfurt am Main wurde eine Sichtung weniger erfasst.

Deutlich mehr FĂ€lle als im Vorjahr

In sieben FĂ€llen musste der Flugverkehr am BER wegen Drohnen vorĂŒbergehend unterbrochen werden. Im gesamten Jahr 2025 waren laut Deutscher Flugsicherung lediglich acht Drohnen am BER sowie im umliegenden Großraum festgestellt worden.

Mehr Drohnensichtungen im deutschen Luftverkehr

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Drohnen an FlughĂ€fen kein Einzelfall mehr sind. Mit 28 registrierten Flugobjekten im ersten Halbjahr liegt der BER bereits ĂŒber dem Wert des gesamten Jahres 2025, als im Umfeld des Flughafens acht Sichtungen erfasst wurden. Die Zahl beschreibt zunĂ€chst Beobachtungen; sie sagt nicht aus, ob die Drohnen absichtlich in den Sicherheitsbereich gesteuert wurden.

FĂŒr den Flugbetrieb zĂ€hlt dennoch jede Sichtung. Startende und landende Flugzeuge bewegen sich in niedriger Höhe, wĂ€hrend kleine Drohnen von Cockpitbesatzungen und Towerpersonal schwer zuverlĂ€ssig einzuordnen sind. Eine vorsorgliche Sperrung der Pisten soll deshalb das Risiko einer Kollision oder einer gefĂ€hrlichen AnnĂ€herung vermeiden, kann aber innerhalb kurzer Zeit den gesamten Ablauf eines Flughafens beeintrĂ€chtigen.

Folgen fĂŒr BER und Reisende

Die 45-minĂŒtige Unterbrechung zeigt die unmittelbare Wirkung solcher VorfĂ€lle: Auch eine einzelne Sichtung kann Starts, Landungen und Anschlussverbindungen verzögern. Bei einem internationalen Drehkreuz können sich daraus Ketteneffekte fĂŒr den weiteren Abendverkehr ergeben, selbst wenn die Sperre nach kurzer Zeit aufgehoben wird.

Die Entwicklung erhöht zugleich den Druck auf Betreiber, Flugsicherung und Sicherheitsbehörden, Sichtungen schneller zu bewerten und Verursacher zu ermitteln. FĂŒr Reisende bleibt entscheidend, dass der Flugbetrieb nach der Freigabe der Pisten wieder aufgenommen wurde; VerspĂ€tungen können jedoch noch nachwirken.

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