Bilanz zum Veganuary 2026: Millionen Menschen essen anders
04.02.2026 - 11:46:51Wenn Joko Winterscheidt vegane Schokolade auf den Markt bringt, FuĂballfans in der MĂŒnchner Allianzarena veganen Hotdog bestellen, Medien von einer bundesweiten Tofu-Knappheit berichten und das Umweltbundesamt zu Pflanzenmilch-Testwochen aufruft - dann ist Veganuary.
Veganer Neujahrsvorsatz nimmt Millionen Menschen weltweit mit
Der vegane Januar sorgte mit UnterstĂŒtzung von prominenten Persönlichkeiten wie Mega-Influencerin Bianca Heinicke oder Hollywood-Star Matthew Modine auch in diesem Jahr fĂŒr ein gesellschaftliches Momentum: "Ob im Supermarkt, in der Kantine, im Stadion, in der eigenen KĂŒche oder auf Social Media: Der Veganuary 2026 war Teil des Alltags von Millionen Menschen", bilanziert Christopher Hollmann, der Veganuary Deutschland leitet. "In allen Bereichen der Gesellschaft hat er dazu eingeladen, es vegan zu probieren - fĂŒr die Tiere, das Klima und die eigene Gesundheit. Und hat dabei den Einstieg noch leichter gemacht."
Gefolgt sind der Einladung viele: Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit probierten im Veganuary 2026 eine pflanzliche ErnĂ€hrung aus.* Allein in Deutschland beteiligten sich ĂŒber 1.000 Unternehmen mit neuen Produkten, Gerichten und Aktionen an der Kampagne.
Nachfrage nach veganen Produkten sorgt fĂŒr leere Regale - und fĂŒr Umsatzrekorde
Erste Bilanzen von teilnehmenden Marken vermelden Rekorde: Billie Green verzeichnet im Veganuary 2026 ein zweistelliges Absatzplus im Vergleich zum Vormonat - und verbucht die erste HÀlfte des Aktionszeitraums als die zwei absatzstÀrksten Wochen in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Veganuary-Sponsor Nutrition-Plus erzielte mit Rabattaktionen im Onlineshop den bisher besten Monatsumsatz.
Das gesteigerte Interesse an veganen Produkten machte sich zudem an leeren Regalen im Supermarkt bemerkbar: Medien berichteten im Januar von einer bundesweiten Tofu-Knappheit, die Rewe, Lidl und Edeka einstimmig mit der erhöhten Nachfrage im Veganuary erklÀrten.
Gastronomie und To-go: Vegane Optionen mehr und mehr gefragt
Wie sehr sich der Konsum bereits verĂ€ndert hat, zeigt sich nicht nur beim Einkauf, sondern auch im Mainstream der Gastronomie. So geht heute bei Burger King etwa jeder fĂŒnfte Whopper vegan ĂŒber den Tresen, wie der Fastfood-Riese gegenĂŒber der Hamburger Morgenpost berichtet. Auch im To-go-Bereich wĂ€chst die Nachfrage. So meldete die BĂ€ckereikette Le Crobag in einer Zwischenbilanz zum Veganuary 2026 eine mehr als 80-prozentige Absatzsteigerung des Aktionsprodukts im Vergleich zum Januar 2025.
Veganuary verankert pflanzliche ErnÀhrung im Alltag
Menschen dort zu erreichen, wo sie ihren Alltag verbringen, ist zentral, um Essgewohnheiten langfristig zu Àndern. Im Veganuary 2026 wuchsen Nachfrage und Angebot pflanzlicher Optionen in Kantinen, Uni-Mensen und Betriebsrestaurants weiter.
Bei Cateringunternehmen L&D stieg der Anteil veganer Gerichte im Aktionszeitraum 2026 von 23 auf 40 Prozent. Die Folge: Mehr als doppelt so viele pflanzliche Speisen wurden im Vergleich zum Jahresdurchschnitt verkauft - jedes fĂŒnfte bestellte Gericht war im Januar vegan.
FĂŒr die Food-Service-Branche ist Veganuary seit Jahren ein wichtiger Impulsgeber, um klima- und tierfreundliche Angebote langfristig auszubauen: So entwickelte die SV Group seit der ersten Teilnahme im Januar 2022 mehr als 150 vegane Rezepte im Rahmen des Veganuary - viele davon sind inzwischen fester Bestandteil der Speisekarten in den Betriebsrestaurants.
AndrĂ© Jenczewski, Projektleiter des Veganuary und Produktmanager Food bei KlĂŒh Catering, ĂŒber den veganen Januar: "Er hat dazu beigetragen, Hemmschwellen abzubauen, neue Zielgruppen anzusprechen und pflanzenbasierte ErnĂ€hrung stĂ€rker im Alltag zu verankern."
"ErnÀhrung ist eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage"
Das Ziel der gemeinnĂŒtzigen Organisation, pflanzliche ErnĂ€hrung breitenwirksam zu fördern, hat gute GrĂŒnde. Wie groĂ etwa der Einfluss unserer ErnĂ€hrung auf den individuellen ökologischen FuĂabdruck ist, stellt eine aktuelle EU-weite Studie des Potsdam-Instituts fĂŒr Klimafolgenforschung heraus: ErnĂ€hrung ist fĂŒr 23 Prozent der Treibhausgas-Emissionen von Privathaushalten verantwortlich. Was UmweltschĂ€den durch Stickstoff- und Phosphorverbindungen, den Wasser- und Landverbrauch sowie die bedrohte Artenvielfalt betrifft, steigt der Anteil auf ganze 56 bis 71 Prozent.**
FĂŒr Christopher Hollmann zeigen diese Zahlen: "ErnĂ€hrung ist eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage. Und vegane ErnĂ€hrung spielt erwiesenermaĂen eine SchlĂŒsselrolle fĂŒr Klima- und Ressourcenschutz. Der Veganuary 2026 hat erneut erfolgreich gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, Neues auszuprobieren - und dass VerĂ€nderung möglich ist. Gleichzeitig ist klar: FĂŒr eine nachhaltige Zukunft braucht es jetzt mehr Tempo und verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen fĂŒr die pflanzliche ErnĂ€hrungswende."
Ăber Veganuary
Veganuary ist eine gemeinnĂŒtzige Organisation und Kampagne, die Millionen Menschen weltweit motiviert, sich im Januar und darĂŒber hinaus vegan zu ernĂ€hren. Veganuary wurde 2014 an einem KĂŒchentisch im britischen Yorkshire gegrĂŒndet. Heute ist die Bewegung mit offiziellen Kampagnen international aktiv und treibt die globale ErnĂ€hrungswende in Gesellschaft und Wirtschaft voran. Unter veganuary.com/de finden alle, die eine vegane ErnĂ€hrung einen Monat oder lĂ€nger ausprobieren möchten, ganzjĂ€hrig kostenfreie UnterstĂŒtzung - zum Beispiel mit der 31-tĂ€gigen E-Mail-Serie.
* Das ergeben reprÀsentative Umfragen im Auftrag von Veganuary in zwölf KernkampagnenlÀndern sowie Berechnungen der internationalen Organisation auf Basis aktueller BevölkerungsschÀtzungen der jeweiligen LÀnder. Im Detail:
Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Zahlen von YouGov Plc. Die GesamtstichprobengröĂe lag bei 13.529 Erwachsenen in Frankreich, Italien, Spanien, Ăsterreich, Brasilien, Kanada, Schweiz, Chile, GroĂbritannien, Deutschland und Irland. Die Befragung wurde online zwischen dem 20. und 29. Januar 2026 durchgefĂŒhrt. Die Stichprobe jedes Landes wurde individuell gewichtet und ist reprĂ€sentativ fĂŒr die jeweilige Landesbevölkerung ab 18 Jahren. Die neben den Umfragedaten angegebenen BevölkerungsschĂ€tzungen wurden von Veganuary unter Verwendung von Bevölkerungsdaten Dritter unabhĂ€ngig analysiert.
Die Umfrage in den USA wurde zwischen dem 14. und 22. Januar 2026 von Wakefield Research mittels E-Mail-Einladung online durchgefĂŒhrt. Die GesamtstichprobengröĂe belief sich auf 2.000 Erwachsene. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die US-Bevölkerung ab 18 Jahren.
** Plinke, C., Sureth, M., Kalkuhl, M. (2026): Environmental impacts from European food consumption can be reduced with carbon pricing or a value-added tax reform. Nature Food.
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