Berngau, Waffenkontrolle

Berngau: Zwei Landratsamtsmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 23:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei einer Waffenkontrolle in Berngau sind zwei BeschÀftigte des Landratsamts Neumarkt erschossen worden. Der bewaffnete TatverdÀchtige hielt sich zunÀchst weiter in einem Wohnhaus auf, wÀhrend die Polizei mit SpezialkrÀften verhandelte.

  • Auch das zweite Opfer starb an den SchĂŒssen. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Auch das zweite Opfer starb an den SchĂŒssen. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
  • Nach den SchĂŒssen auf zwei Behördenmitarbeiter verschanzte sich der mutmaßliche TĂ€ter in einem Haus. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
    Nach den SchĂŒssen auf zwei Behördenmitarbeiter verschanzte sich der mutmaßliche TĂ€ter in einem Haus. - Bild: Tizian Gerbing/dpa
Auch das zweite Opfer starb an den SchĂŒssen. - Bild: Tizian Gerbing/dpa Nach den SchĂŒssen auf zwei Behördenmitarbeiter verschanzte sich der mutmaßliche TĂ€ter in einem Haus. - Bild: Tizian Gerbing/dpa

Bei einer Waffenkontrolle in Berngau im Landkreis Neumarkt sind eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landratsamts erschossen worden.

Zwei Behördenmitarbeiter getötet

ZunÀchst hatte die Polizei mitgeteilt, ein Mitarbeiter sei tödlich verletzt worden und seine Kollegin schwebe in Lebensgefahr. SpÀter bestÀtigte ein Sprecher des PolizeiprÀsidiums, dass auch die Frau gestorben ist.

Die Leiche der Mitarbeiterin wurde aus dem Wohnhaus geborgen, in dem sich der bewaffnete TatverdĂ€chtige weiterhin aufhielt. Nach Angaben der Polizei spreche die Auffindesituation dafĂŒr, dass sie bereits unmittelbar im Zuge der SchĂŒsse ums Leben gekommen sei.

Polizei sucht gewaltfreie Lösung

Mit weiteren Toten und Verletzten rechneten die EinsatzkrÀfte zunÀchst nicht. Nach Polizeiangaben befand sich keine weitere Person im unmittelbaren Umfeld des TatverdÀchtigen, die gefÀhrdet war.

Die Polizei stand mit dem Mann in Kontakt. Ein Sprecher sagte, Ziel sei eine friedliche und gewaltfreie Lösung. DafĂŒr blieb das Wohnhaus umstellt; SpezialkrĂ€fte waren vor Ort.

Routinekontrolle endet in Großeinsatz

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten die beiden BeschĂ€ftigten am Nachmittag eine routinemĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfung vorgenommen. Dabei soll der Mann auf sie geschossen und sich anschließend in dem Wohnhaus verschanzt haben.

Die Polizei bat die Menschen in Berngau, ihre HĂ€user nicht zu verlassen oder den abgesperrten Bereich um das GebĂ€ude zu meiden. Der Einsatz zog sich ĂŒber mehrere Stunden hin.

Waffenkontrollen als staatliche Sicherheitsaufgabe

Waffenkontrollen gehören zu den Aufgaben der zustĂ€ndigen Behörden. Sie sollen prĂŒfen, ob Waffenbesitz und Aufbewahrung den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Der Einsatz in Berngau zeigt, dass eine routinemĂ€ĂŸige Verwaltungshandlung innerhalb kurzer Zeit in eine akute Gefahrenlage ĂŒbergehen kann.

FĂŒr die EinsatzkrĂ€fte stand deshalb zunĂ€chst der Schutz der Bevölkerung im Vordergrund. Die Polizei riegelte das Wohnhaus ab, forderte die Menschen im Ort zum Verbleib in ihren HĂ€usern auf und setzte SpezialkrĂ€fte ein. Zugleich blieb die Kommunikation mit dem bewaffneten TatverdĂ€chtigen bestehen, weil eine gewaltfreie Beendigung des Einsatzes angestrebt wurde.

Folgen fĂŒr Behörden und Gemeinde

Der Tod zweier BeschĂ€ftigter trifft neben den Angehörigen auch das Landratsamt und die örtliche Verwaltung. FĂŒr Kolleginnen und Kollegen, EinsatzkrĂ€fte sowie Anwohner kann ein solcher Vorfall psychische Belastungen verursachen; im Einsatz wurden deshalb auch UnterstĂŒtzungsangebote bereitgestellt.

Offen bleiben nach dem laufenden Einsatz insbesondere die genauen AblĂ€ufe der Kontrolle, das Motiv des TatverdĂ€chtigen und die Frage, wie die Schusswaffe eingesetzt werden konnte. Diese Punkte werden voraussichtlich Gegenstand der weiteren Ermittlungen sein. FĂŒr die Menschen vor Ort bedeutet die aktuelle Lage vor allem, Absperrungen und Anweisungen der Polizei zu beachten.

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