Sturmwarnung, Deutschland

Gewitter und Orkan im Norden erwartet

05.07.2023 - 10:38:53

Besonders im Norden Deutschlands wird heftiger Sturm erwartet. Unnötige Autofahrten sollen vermieden werden. In den Niederlanden wirbelt ein Unwetter bereits den Verkehr durcheinander.

  • UmgestĂŒrzter Baum auf einem Auto im niederlĂ€ndischen Haarlem. - Foto: Remko De Waal/ANP/dpa

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  • StĂŒrmischer Wind im Hamburger Hafen vor der Silhouette der Elbphilharmonie. - Foto: Christian Charisius/dpa

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UmgestĂŒrzter Baum auf einem Auto im niederlĂ€ndischen Haarlem. - Foto: Remko De Waal/ANP/dpaStĂŒrmischer Wind im Hamburger Hafen vor der Silhouette der Elbphilharmonie. - Foto: Christian Charisius/dpa

Mit stĂŒrmischem Wind und orkanartigen Böen fegt das Sturmtief «Poly» am Mittwoch ĂŒber Teile Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittag vor Unwettern in Bremen, Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Wegen der erwarteten Unwetter entfiel in Niedersachsen teilweise der Unterricht. In Hamburg sollten mehrere Friedhöfe ab dem Mittag geschlossen werden.

Der Sturm bringt an den KĂŒsten im Tagesverlauf Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde mit sich, wie der DWD am Mittwoch mitteilte. «Das ist fĂŒr einen Sommersturm schon wirklich extrem», sagte ein DWD-Meteorologe. Am Vormittag sollte die WindstĂ€rke langsam zunehmen und gegen Mittag noch stĂ€rker werden. Dazu wird es regnerisch, einzelne Gewitter sind möglich. Vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein kann es im Laufe des Tages auch vereinzelt orkanartige Böen geben, an der Nordsee auch Orkanböen, also noch höhere Windgeschwindigkeiten. In der Nacht soll der Wind nachlassen.

«Der Schwerpunkt der Windentwicklung deutet sich fĂŒr die Nordsee und das angrenzende Binnenland von Ostfriesland bis in die NordhĂ€lfte Schleswig-Holsteins an», teilte der DWD mit. Dort bestehe ab dem spĂ€ten Mittwochvormittag bis zum Abend die Gefahr von orkanartigen Böen oder Orkanböen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor unnötigen Autofahrten und ruft dazu auf, windanfĂ€llige GegenstĂ€nde zu sichern. Auch sĂŒdlicher erwarten die Menschen Gewitter, Schauer und Sturmböen.

Viele FlugausfÀlle in den Niederlanden

In den Niederlanden gab es wegen eines Unwetters starke Verkehrsbehinderungen. In der NordhĂ€lfte des Landes wurde der Bahnverkehr eingestellt, einige Autobahnen waren gesperrt, Schulen und Parks teils geschlossen, und in einigen StĂ€dten blieben die Busse in den Depots. Vielfach musste die Feuerwehr wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume ausrĂŒcken, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS. In Haarlem kam eine 51 Jahre alte Frau ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stĂŒrzte.

Auch am Amsterdamer Flughafen Schiphol kam es zu starken Behinderungen. Zwischen 9.00 und 16.00 Uhr sei nur ein eingeschrĂ€nkter Flugverkehr möglich, teilte der Flughafen mit. VerspĂ€tungen und AusfĂ€lle seien zu erwarten. Mindestens 400 FlĂŒge fielen aus.

@ dpa.de