Bombendrohungen: 14 FlĂŒge betroffen, VerspĂ€tungen bleiben aus
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFlugzahlen und SicherheitsmaĂnahmen
- Eurocontrol registrierte am Donnerstag Drohungen gegen 14 FlĂŒge in Europa.
- Am Dienstag waren sieben FlĂŒge bei insgesamt 26.278 Verbindungen betroffen.
- Umgeleitete Maschinen wurden nach der Landung von Spezialisten durchsucht.
Eurocontrol sieht keine Folgen fĂŒr Europas VerspĂ€tungen
Bombendrohungen gegen zahlreiche FlĂŒge in Europa haben nach Angaben der Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol bislang keinen Einfluss auf die VerspĂ€tungen im europĂ€ischen Luftverkehrsnetz. FĂŒr Donnerstag waren demnach Drohungen gegen 14 FlĂŒge bekannt, am Dienstag gegen sieben.
Betroffene FlĂŒge machen kleinen Anteil aus
Am Donnerstag entfielen die 14 betroffenen Verbindungen laut Eurocontrol auf rund 0,05 Prozent von europaweit 28.488 FlĂŒgen. Am Dienstag waren es bei 26.278 FlĂŒgen rund 0,03 Prozent.
Maschinen nach Landung durchsucht
Die Drohungen fĂŒhrten bei einzelnen FlĂŒgen dennoch zu Störungen. Mehrere Maschinen wurden am Donnerstag umgeleitet und nach der Landung von Spezialisten durchsucht.
FlĂŒge nach vier StĂ€dten betroffen
Betroffen waren unter anderem Verbindungen nach Rom, Warschau, Prag und Bukarest. Hinweise auf tatsÀchliche SprengsÀtze wurden bislang nicht gefunden.
Weitere Drohungen am Freitag
Bereits am Dienstag hatte eine Bombendrohung zur zeitweisen SchlieĂung des Flughafens Warschau-Modlin gefĂŒhrt. Auch am Freitag wurden weitere Drohungen gegen FlĂŒge bekannt.
Ob die VorfÀlle miteinander zusammenhÀngen und wer dahintersteckt, ist bislang unklar.
Die Zahlen von Eurocontrol zeigen, dass die Drohungen bislang vor allem ein Sicherheits- und Einsatzproblem einzelner FlughĂ€fen und Fluggesellschaften sind, nicht aber ein Auslöser fĂŒr messbare NetzverspĂ€tungen. Bei 28.488 FlĂŒgen am Donnerstag entfielen rund 0,05 Prozent auf betroffene Verbindungen. Selbst wenn einzelne Maschinen umgeleitet, abgesichert und durchsucht werden mussten, blieb der Anteil am gesamten europĂ€ischen Verkehr sehr klein.
FĂŒr Reisende kann die Belastung dennoch erheblich sein. Eine Umleitung verlĂ€ngert die Reise, kann Anschlussverbindungen gefĂ€hrden und bindet SicherheitskrĂ€fte an FlughĂ€fen. Die Durchsuchung nach der Landung ist ein standardmĂ€Ăiger Schutzschritt, wenn eine konkrete Drohung eingeht; dass dabei bislang keine SprengsĂ€tze gefunden wurden, nimmt den VorfĂ€llen nicht ihre praktische Wirkung.
Unklare Urheber erhöhen den Druck
Die wiederholten Drohungen an mehreren Tagen und gegen Ziele in verschiedenen LĂ€ndern erschweren die Bewertung. Solange kein Zusammenhang und kein Verantwortlicher feststehen, mĂŒssen Behörden jeden einzelnen Hinweis sicherheitsorientiert behandeln. Das erklĂ€rt, warum einzelne FlĂŒge deutlich beeintrĂ€chtigt werden können, wĂ€hrend die Gesamtstatistik des Luftverkehrs nahezu unverĂ€ndert bleibt.
FĂŒr den weiteren Betrieb kommt es vor allem darauf an, ob die Serie anhĂ€lt und ob weitere FlughĂ€fen oder Airlines betroffen sind. Reisende sollten deshalb kurzfristige Ănderungen ihrer Verbindung direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft prĂŒfen und bei Umleitungen zusĂ€tzliche Zeit einplanen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: âZum zweiten Mal in dieser Woche: Bombendrohungen zwingen Flugzeuge in Europa zur Landungâ (05.11.2026)
Der Artikel berichtet, dass mehrere Flugzeuge in Europa wegen Bombendrohungen umgeleitet worden seien. Als konkretes Beispiel nenne er einen Wizz-Air-Flug von Mailand nach Warschau, der nach Wien umgeleitet worden sei.
tagesschau: âMehrere Bombendrohungen gegen PassagierflĂŒge in Europaâ (05.11.2026)
Der Beitrag ordne ein, dass mindestens drei innereuropĂ€ische FlĂŒge von oder nach Italien auĂerplanmĂ€Ăig hĂ€tten landen mĂŒssen. Damit liege sein Schwerpunkt auf den konkreten betrieblichen Folgen, wĂ€hrend die dpa-Meldung die Auswirkungen auf die GesamtverspĂ€tungen herausstelle.
Die Berichte stimmten darin ĂŒberein, dass einzelne FlĂŒge erheblich beeintrĂ€chtigt worden seien. Offen blieben weiterhin der Zusammenhang der Drohungen und die IdentitĂ€t der Urheber.
