Bombendrohungen, PassagierflĂŒge

Bombendrohungen: Dublin-Rom-Flug landet mit 157 Menschen in Évreux

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Mehrere Airlines und FlughÀfen in Europa reagieren auf Bombenhinweise mit Umleitungen und umfangreichen Kontrollen. In Wien, Kopenhagen und Prag wurden keine unmittelbaren Gefahren festgestellt beziehungsweise die Drohungen als wenig relevant eingestuft.

Mehrere Sicherheitskontrollen im europÀischen Luftverkehr

  • Ein Flug von Dublin nach Rom landete mit 151 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern in Évreux.
  • Italienische Kampfjets begleiteten einen Finnair-Flug aus Helsinki nach Rom-Fiumicino.
  • In Prag gingen Warnungen gegen vier Flugzeuge ein, die Spezialisten nach der Landung durchsuchten.
Wegen einer Bombendrohung ging es fĂŒr eine Maschine aus Dublin vorerst nicht wie vorgesehen nach Rom. - Bild: Thomas Padilla/AP/dpa

Bombendrohungen lösen Umleitungen und Kontrollen aus

Zum zweiten Mal in dieser Woche sind mehrere europĂ€ische FlĂŒge von Bombendrohungen betroffen. Ein Linienflug von Dublin nach Rom wurde nach Évreux in Frankreich umgeleitet, wo 151 Passagiere und sechs Crew-Mitglieder in Sicherheit gebracht wurden.

Flug nach Évreux wird untersucht

Die Maschine landete auf dem MilitĂ€rflughafen Évreux rund 100 Kilometer nordwestlich von Paris. Sprengstoffexperten nahmen die Sicherheitskontrollen auf.

Auch ein Finnair-Flug aus Helsinki war betroffen und landete gegen 9.30 Uhr, von italienischen Kampfjets eskortiert, in Rom-Fiumicino. Polizeiliche Sprengstoffexperten leiteten dort die vorgesehenen Kontrollen ein.

Umleitung nach Wien bleibt ohne Gefahrenfund

Eine in Mailand gestartete Maschine wurde wegen einer wÀhrend des Fluges eingegangenen Drohung nach Wien umgeleitet. Zuvor war in Polen eine entsprechende E-Mail eingegangen.

In Wien wurde keine GefĂ€hrdung festgestellt. Das Flugzeug flog anschließend weiter nach Warschau; die Drohung wurde als abstrakt bezeichnet.

Drohnachrichten erreichen weitere FlughÀfen

Am Flughafen Kopenhagen gingen Drohungen gegen zwei FlĂŒge ein. Die Durchsuchungen ergaben nach Angaben der Polizei nichts VerdĂ€chtiges, eine Gefahr fĂŒr Passagiere oder andere Personen habe nach deren EinschĂ€tzung nicht bestanden.

Auch in Prag beeintrĂ€chtigten mehrere Bombendrohungen den Flugverkehr. Die Polizei erhielt Warnungen ĂŒber improvisierte SprengsĂ€tze an Bord von vier Flugzeugen und ließ die Maschinen nach der Landung von Spezialisten durchsuchen; die Relevanz der Drohungen wurde als niedrig eingestuft.

Ryanair- und Wizz-Air-FlĂŒge ebenfalls betroffen

Drei Ryanair-Maschinen erhielten auf dem Weg nach Bulgarien Bombendrohungen. Ein Flug aus London wurde nach Plowdiw umgeleitet, wĂ€hrend Maschinen aus Kopenhagen und Madrid planmĂ€ĂŸig in Sofia landeten.

In RumĂ€nien erhielt ein Wizz-Air-Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung. Die Maschine landete sicher und planmĂ€ĂŸig; der rumĂ€nische Inlandsgeheimdienst untersuchte anschließend das Flugzeug.

Die wiederholten Drohungen treffen den europĂ€ischen Luftverkehr in kurzer Folge und lösen jeweils standardisierte Sicherheitsmaßnahmen aus. Dazu gehören Umleitungen, militĂ€rische Begleitung, die Sperrung oder Kontrolle von Flugzeugen sowie die Untersuchung verdĂ€chtiger elektronischer Nachrichten. FĂŒr Passagiere kann das erhebliche Verzögerungen und Änderungen der Reiseplanung bedeuten, auch wenn sich an den betroffenen Maschinen kein gefĂ€hrlicher Gegenstand findet.

Die VorfÀlle unterscheiden sich in ihrer konkreten Ausgestaltung: In Frankreich wurde ein Flug mit mehr als 150 Passagieren auf einen MilitÀrflugplatz umgeleitet, wÀhrend in Wien nach einer Landung keine GefÀhrdung festgestellt wurde. In Kopenhagen und Prag durchsuchten EinsatzkrÀfte mehrere Flugzeuge. Die Sicherheitsbehörden bewerteten einzelne Hinweise als abstrakt oder von geringer Relevanz, mussten sie wegen des möglichen Risikos aber dennoch abarbeiten.

Folgen fĂŒr FlughĂ€fen und Reisende

Der zeitliche Zusammenhang mit den Drohungen gegen FlĂŒge am Dienstag erhöht den Koordinierungsaufwand fĂŒr FlughĂ€fen, Airlines und Polizei. Zugleich bleibt offen, ob die aktuellen Hinweise auf eine gemeinsame Urheberschaft zurĂŒckgehen. FĂŒr Reisende gilt kurzfristig vor allem, Flugstatus und Anweisungen der jeweiligen FlughĂ€fen zu beachten. Jede Drohung kann unabhĂ€ngig von ihrer spĂ€teren Bewertung umfangreiche Kontrollen und Umleitungen auslösen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Luftverkehr: Mehrere Bombendrohungen gegen PassagierflĂŒge in Europa“ (05.11.2026)

Der Artikel bestĂ€tigt die Umleitung des Fluges von Dublin nach Rom nach Évreux und schildert die parallelen VorfĂ€lle in Italien, DĂ€nemark und Tschechien. Sein Schwerpunkt liegt auf der geografischen Breite der Sicherheitsmaßnahmen und den Bewertungen einzelner Drohungen.

Focus: „Bombendrohung: Flieger zwischen Dublin und Rom umgeleitet“ (05.11.2026)

Der Beitrag konzentriert sich auf die Umleitung nach Évreux und das dort angewandte Sicherheitsverfahren. Anders als der breitere Überblick des Stern steht damit der einzelne Zwischenfall im Mittelpunkt; die HintergrĂŒnde der Drohung bleiben offen.

Beide BeitrÀge bestÀtigen die Umleitung nach Frankreich. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Umfang der Darstellung: WÀhrend der Stern mehrere betroffene LÀnder einordnet, fokussiert sich Focus auf den Flug zwischen Dublin und Rom.

Disclaimer...
de | unterhaltung | 70463363 |